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Neuer Ford Focus - erster Test Ford Focus 2018

Kompakt-Kracher

Er ist komplett neu entwickelt, technisch auf dem neuesten Stand, und auch bei der Optik des neuen Focus hat sich Ford ordentlich ins Zeug gelegt.

mid/jub

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Bei Ford gibt man sich stolz: "Das Fahrwerk des neuen Focus ist Benchmark." Was wir nach dem ersten Test unterschreiben können. Das komplett neue Modell bietet dazu den höchsten Level an Assistenzsystemen derzeit am Markt.

In Österreich wird der Ford Focus IV in den acht Ausstattungslinien Trend, Trend Edition, Trend Edition Business, Titanium, Titanium Business, Vignale, ST-Line und ST-Line Business angeboten (Deutschland: Trend, Cool & Connect, Titanium, ST-Line, Vignale) und ab Anfang 2019 auch als Crossover-Variante Active (Bild unten).

Motorisch kommen auch beim Focus die oftmals ausgezeichneten EcoBoost-Triebwerke mit 1,0 und 1,5 Liter Hubraum zum Einsatz, jeweils mit intelligenter Zylinder-Abschaltung und einem Leistungsspektrum von 85 bis 182 PS. Die neuen EcoBlue-Turbodiesel mit 1,5 und mit 2,0 Liter Hubraum bringen es auf 95 bis 150 PS. Alle Triebwerke erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Und erstmals wird die Focus-Baureihe auch mit einer 8-Gang-Automatik angeboten. Ford verweist stolz darauf, dass der Verbrauch gegenüber der Vorgänger-Generation durch die Bank deutlich reduziert werden konnte.

Längerer Radstand, mehr Platz rundum für die Passagiere, dazu ein neuer Stil bei den Armaturen, neue Sitze und eine Fülle von Assistenzsystemen und Infotainment-Angeboten: Ford hat den neuen Focus wirklich fit gemacht für die nächsten Jahre. Das Angebot unter dem neuen Oberbegriff Ford Co-Pilot360 reicht von LED-Scheinwerfern mit blendfreiem Fernlicht-Assistenten und Kurvenlicht über den Parkassistenten "Plus" mit Ein- und Ausfahrfunktion und teilautomatisierter Fahrzeugführung bis zur Fußgänger- und Radfahrererkennung, dem Ausweich- und dem Toter-Winkel-Assistenten, der Rückfahrkamera und dem Geisterfahrer-Warnsystem.

Noch eine Premiere: Der Ford Focus hat serienmäßig einen Fahrmodus-Schalter mit den Einstellungen "Normal", "Sport" und "Eco" an Bord. Angeboten wird er mit zwei unterschiedlichen Hinterachsen. Je nach Variante und Motorisierung kommt er mit einer gewichtsoptimierten Verbundlenker-Variante mit neu entwickelten und patentierten "Force-Vectoring"-Fahrwerksfedern oder mit einer Multilink-Version.

Für die Fünftürer mit dieser Achse gibt es optional auch ein interaktives Fahrwerkssystem mit adaptiver elektronischer Dämpferregelung, die im Zwei-Millisekunden-Takt das Ansprechverhalten der Stoßdämpfer an Informationen der Federung, der Lenkung und der Bremse anpasst und so beispielsweise Schlaglöchern ihren Schrecken nehmen soll - was in der Fahrpraxis hervorragend funktioniert.

Auch ein Head-up-Display wird angeboten - zum ersten Mal bei einem europäischen Ford. Ab den Ausstattungsversionen Titanium und ST-Line ist serienmäßig das neue FordPass Connect-Modem an Bord, das den Focus zum mobilen WLAN-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte macht und Echtzeit-Verkehrsdaten für das Navigationssystem liefert.

Außerdem lässt sich damit das Fahrzeug etwa auf großen und unübersichtlichen Parkplätzen orten. Und es liefert Infos zu Tankfüllung, Alarmanlage oder Ölstand und ermöglicht das Entriegeln und Verriegeln des Focus aus der Ferne.

Auch wenn Smartphones induktiv, also kabellos, aufgeladen werden, bleiben sie per Bluetooth-Schnittstelle mit dem Kommunikations- und Entertainmentsystems Ford SYNC 3 verbunden, mit dessen Hilfe sich Audio-, Navigations- und Klimatisierungsfunktionen des neuen Focus per Sprachsteuerung bedienen lassen. Es ist kompatibel mit Apple CarPlay und Android Auto. Der acht Zoll große Touchscreen-Farbmonitor lässt sich mit Wisch- und Ziehbewegungen steuern.

Durch die neue Innenraumgestaltung ist es nicht nur für die bis zu fünf Passagiere luftiger - sie können auch mehr einpacken. Der Kofferraum der Fünftürers wuchs gegenüber dem Vorgänger um immerhin 25 auf 341 Liter. Bei umgeklappter Rücksitzbank sind es 1.354 Liter, ein Plus von 92 Litern. Beim Kombi Traveller (Deutschland: "Turnier") wuchs die Laderaumlänge um knapp drei Zentimeter, werden die Rücksitzlehnen umgeklappt, passen bis zu 1.653 Liter ins Ladeabteil.

Und die Preise? Los geht es bei 19.580 Euro (Deutschland: 18.700 Euro) für den 85 PS-Fünftürer mit bereits sehr anständiger "Trend"-Ausstattung. Die 100 PS-Variante ist ab 20.580 Euro (D: 20.400 Euro) zu haben, der 125 PS-Motor ab 21.830 Euro (D: 21.700 Euro). Bei den Dieselmotoren beginnt die Palette bei 22.330 Euro (D: 22.800 Euro). Die Kombis sind jeweils 1.500 Euro (D: 1.000 Euro) teurer.

Ein echter Preiskracher ist das Leasing-Angebot für den 85-PS-Benziner in Österreich: statt 19.580 Euro finanziert man lediglich 13.990 Euro - bei 36 Monaten Laufzeit und 10.000 Kilometern Fahrleistung pro Jahr.

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