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Neuer Audi A4 - im ersten Test Audi A4 2019

So gut wie neu

Vor allem im direkten Vergleich mit dem Vorgänger bietet der neue Audi A4 Verbesserungen an allen Ecken und Enden - optisch wie technisch.

mid/rhu

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Breiterer, flacherer und tiefer nach unten gezogener Singleframe-Grill plus neue Scheinwerfer (optional mit Matrix-Technik), mal mehr Chrom, mal mehr glänzendes Schwarz im Kühlergrill, eine tiefere Seitenpartie mit knackigen "Quattro-Blistern" in Form einer Messerklinge, hinten eine die volle Breite nutzende Leuchteneinheit und ein markanterer Diffusor: Fertig ist der Audi A4 2.0, der bereits im Stand jede Menge Dynamik verbreitet.

Beim Interieur setzt Audi auf einen größeren Touchscreen namens MMI Touch-Display und ein neu aufgebautes, weitgehend intuitives Bedienkonzept, das tatsächlich problemlos zu nutzen ist und die Ablenkung erkennbar reduziert. Um dem Nutzer das Leben leichter zu machen, gibt es jetzt auch neue Online-Dienste wie die Verkehrszeichen- und Gefahreninformationen oder das On-Street Parking.

Keine Frage: Die Themen Assistenzsystem und Vernetzung hat Audi beim frischen A4 gründlich und erfolgreich bearbeitet. Auch mit dem neuen Angebot "Functions on demand" für MMI Navigation plus, Digitalradio und das Audi Smartphone Interface, die auch nachträglich vorübergehend oder dauerhaft über die myAudi-App gebucht werden können.

Neues gibt es auch im Antriebs-Kapitel. Hier ist die beinahe flächendeckende Mildhybrid-Ausstattung mit zwölf oder 48 Volt ein wichtiges Thema, mit der sich zum einen mehr Antriebskomfort- und -Power erreichen und zum anderen bis zu 0,4 Liter je 100 Kilometer Sprit sparen lassen.

Schaltgetriebe, Siebengang-S tronic oder Achtstufen-tiptronic, Front- oder quattro- Antrieb: Audi hat für die acht Motorisierungen beim A4 und bei den S4-Modellen immer die passende Antriebslösung parat. Die Leistungspalette reicht von 136 bis 347 PS und stammt aus Vierzylinder-Dieseln und -TFSI und einem V6-TDI. Die g-tron genannte Erdgas-Version wird später nachgereicht, ein Plug-in-Hybrid ist derzeit nicht angedacht.

Der Sechszylinder steckt in S4 Limousine und Avant und sorgt wie nicht anders erwartet für ordentlich Mumm in jeder Lebenslage. Die 48-Volt-Technik samt elektrisch angetriebenem Verdichter macht dem Selbstzünder ordentlich Beine und eliminiert das Turboloch bis auf marginal spürbare Reste.

Einen "nahezu ansatzlosen Kraftaufbau beim Gasgeben" attestiert Audi dem Selbstzünder. Stimmt tatsächlich. Subjektiv sowieso, wenn die Dreiliter-Maschine etwa den mit Fahrer knapp 1.900 Kilo schweren S4 Avant überaus nachhaltig in Schwung bringt. Und auch nach der Papierform, die dem Sport-Kombi eine Spurtzeit von 4,9 Sekunden und eine abgeregelte Spitze von 250 km/h attestiert.

Die Fahrmodi lassen sich nach Wunsch und äußeren Umständen per Knopfdruck wählen, die Dynamik-Lenkung liefert eine angemessene Rückmeldung. Serienmäßig ist ein S-Sportfahrwerk montiert, das die Karosserie um 23 Millimeter tieferlegt.

Optional gibt es ein S-spezifisches Sportfahrwerk mit elektronischer Dämpferregelung, das beim Erstkontakt in Südtirol verkehrsbedingt nur andeuten konnte, dass es auch bei sehr dynamischer Fahrweise einen guten Job macht. Und das den Eindruck vermittelt, als könne es problemlos noch ein paar mehr als die 347 Pferdchen verkraften, die mit massigen 700 Newtonmeter maximalem Drehmoment einhergehen.

Praktische Talente zeigt der S4 Avant auch, sein Kofferraum entspricht dem der zivileren Versionen und kann mit einem Volumen von 495 bis 1.495 Litern als absolut alltagstauglich gelten. Sein Format ist beim Allroad identisch, der Soft-Kraxler hat 35 Millimeter mehr Bodenfreiheit und unterscheidet sich vom normalen Avant durch Unterfahrschutz, Radlaufblenden, größere Räder und eine breitere Spur.

Bestellbar sind inzwischen alle A4- und S4-Versionen, der Verkaufsstart ist für den Herbst 2019 geplant. Und zwar zu Deutschland-Preisen zwischen 33.600 Euro (A4 Limousine 35 TFSI, 150 PS, Handschalter) und mindestens 65.150 Euro für den S4 TDI Avant. Österreich-Preise sind noch nicht bekannt.

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