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Skoda Superb iV - Plug-in-Hybrid im ersten Test

Ladungs-Meister

Ein Lademeister war der Skoda Superb schon immer - jetzt wird er zum Ladungs-Meister. Der Superb iV ist der erste Skoda mit Plug-in-Hybrid.

mid/asg

Im nächsten Jahr, 125 Jahre nach der Firmengründung, beginnt eine neue Ära für Skoda, die der Stromfahrzeuge. Der Superb iV wird das erste Auto der Marke mit (teil-)elektrischem Antrieb. Es startet zu Beginn des Jubiläumsjahres 2020 als Limousine und Combi.

Für den Antrieb im Superb iV (steht nicht für "in Vertretung", sondern für "intelligent Vehicle" und soll künftig übergreifend für alle irgendwie mit Strom betriebenen Autos und damit verbundenen Aktivitäten der Marke stehen) gibt es drei Optionen: Die rein elektrische, bei der mit voller Batterieladung bis zu 62 Kilometer (WLTP) zu fahren sind. Dazu der Hybridmodus, in dem sich E- und Verbrennungsmotor die Arbeit aufteilen und dann noch der klassische Modus, bei dem der 1,4 Liter-Vierzylinder TSI den großen Skoda alleine voranbringt, wenn die Batterieleistung gänzlich verbraucht ist. Für Fahrer mit Reichweitenängsten: Die Gesamtreichweite beträgt bis zu 930 Kilometer.

Zusammen bringen die 156 PS des Vierzylinders und die 115 PS des Elektromotors eine Systemleistung von 218 PS auf die Straße. Um die zu wecken, reicht der Druck auf die Fahrprogramm-Taste Sport und vergessen ist das Sparfahren zugunsten von Spaßfahren. Wenn er darf, kann der Superb iV in 7,7 Sekunden durch die 100-Km/h-Marke gehen. In der Spitze sind 224 km/h möglich, was in den Niederlanden, wo ja gerade Tempo 100 für die bessere Luft beschlossen wurde, natürlich eher einen Frevel bedeuten würde.

Schnell wird die Fahrt hinsichtlich der Fahrweise zur wahren Challenge und Fahrer und Beifahrer mutieren vom Saulus zum Paulus, um, unterstützt von relevanten Informationen zum Energieverbrauch, zum Batterieladestand und zur Bremsenergierückgewinnung, so viel wie möglich rekuperierend zu fahren. Gerade in der Stadt ist der E-Modus eine perfekte Sache, sofern der Akku auch brav an der Wallbox (3,5 Stunden) oder an der klassischen Haushaltssteckdose (6 Stunden) Strom genuckelt hat.

Die im hinteren Bereich des Fahrzeugbodens verbaute Lithium-Ionen-Batterie bringt einen Energiegehalt von 13 Kilowattstunden (kWh) mit. Die beiden "Tank"-Öffnungen liegen an völlig verschieden Enden des Autos. Der Tankstutzen klassisch hinten rechts, die Steckdose für die Stromaufnahme versteckt Skoda geschickt vorne links im Kühlergrill.

Wir fahren los, ganz leise, aber nicht lautlos, sondern mit einem künstlichen Motorsound. Eine sehr sinnvolle Sache, zumal in einem Land, in dem Radfahrer und Fußgänger sich immer Vorfahrt und Vorrechte nehmen. Wir wechseln vom Batteriemodus in den Hybrid-Betrieb. Auf der Ausfallstraße beschleunigt der Superb iV vollkommen normal, das Sechsgang-DSG sortiert die Fahrstufen flüssig und unmerklich. Da E- und B-Motor sich nun elektronisch gesteuert die Arbeit teilen, kommt das Sparpotenzial des Hybridantriebs jetzt voll zur Wirkung.

Für die Limousine verlangt Skoda 41.590 Euro. Der Combi kostet exakt 1.000 Euro mehr. Und wie es sich für ein Topmodell gehört, pumpt Skoda auch mehr in die Ausstattung: Das adaptive Fahrwerk DCC mit den Fahrstufen Comfort, Normal und Sport ist im iV Serie. Ebenso das Navigationssystem Amundsen mit dem Acht-Zoll-Monitor. Die Konnektivitätslösung Infotainment Online kann der Kunde ein Jahr kostenfrei nutzen. Ihre Dienste führen den Fahrer zum Beispiel um Staus herum und liefern Informationen zu freien Parkplätzen in der Nähe und zu Stromladestellen.

Viele Vorteile, aber nicht nur, denn das Hybrid-System, konkret: die Batterie, reduziert die Kapazitäten des Lademeisters. Bei der Limousine schrumpft der Kofferraum von 625 auf 485 Liter, beim Combi werden aus 660 nur noch 510 Liter Standardvolumen.

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