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Außen kompakt, innen groß!

Hyundai schließt mit dem Bayon die Lücke zwischen i20 und Kona, der kompakte Crossover gefällt mit spritzigen Motoren, großzügiger Ausstattung und überraschend viel Platz im Innenraum.

Stefan Schmudermaier


Man kennt das: Von außen mutet das Auto an wie ein kleines Einfamilienhaus und innen ist dann doch nur so viel Platz wie in einer Hundehütte. Gerade bei SUV passiert das - wenn auch freilich nicht so krass wie jetzt ausgedrückt - immer öfter. Doch es gibt sie: die Autos, die es auch 2021 noch schaffen aus einer kleinen Hülle unglaublich viel Platzherauszuholen. Eines davon ist der neue Hyundai Bayon.

Das macht sich vor allem im Kofferraum bemerkbar. Mit 411 bis 1.205 Litern schlägt der Bayon den eigentlich um drei Zentimeter längeren Kona (374 bis 1.156 Liter) und auch im Fond ist etwas mehr Platz. Erstaunlich: Der Autor dieser Zeilen - 192 Zentimeter groß - fand knapp, aber doch "hinter sich" im Fond noch Platz, stark für ein Auto in diesem Segment.

Der Innenraum weiß auch optisch zu gefallen, zwar kommt man an Hartplastik in der Preisklasse nicht herum, das ist aber sauber verarbeitet. Hyundai-typisch top ist die Ausstattung, erst recht im von uns gefahrenen Topmodell "Trend Line", das LED-Scheinwerfer, 17-Zoll-Alufelgen, Keyless-System, Regensensor, digitale Armaturen, Rückfahrkamera und vieles mehr mitbringt.

Erwähnenswert ist das bereits ab dem Niveau "i-Line plus" serienmäßige 8-Zoll-Farbdisplay, das die kabellose Smartphone-Integration von Apple CarPlay und Android Auto ermöglicht und damit das im Paket 1.500 Euro teure Navi obsolet macht. Apropos Paket, aufbauend auf die Trend-Line-Ausstattung gibt es noch ein Technik-Paket für 1.090 Euro, das unter anderem Parksensoren vorn, Sitzheizung hinten und einen Toter-Winkel-Warner beinhaltet.

Spritziger Dreizylinder
Beim ersten Test stand uns der Bayon mit dem 100-PS-Dreizylinder-Turbobenziner zur Verfügung, jener Motor, der laut Hyundai auch der beliebteste sein dürfte. Zu Recht, denn das Triebwerk gefällt mit Spritzigkeit und gutem Durchzug, nur 10,7 Sekunden dauert der Sprint auf 100 km/h. Sowohl dieser Motor als auch die 20 PS stärkere 48-Volt-Mildhybrid-Variante sind übrigens auch mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zu haben, für einen moderaten Aufpreis von 1.500 Euro. Das 84 PS starke Basismodell startet als Einführungsangebot bei 17.990 Euro. Der Hyundai Kona verliert übrigens dennoch nicht seine Berechtigung, ist der doch auch mit Diesel, Allrad als Plug-in-Hybrid und als vollelektrische Variante zu haben.

Das gefällt uns: Platzangebot, Ausstattung, spritziger Motor
Das vermissen wir: Totwinkel-Warner für alle Ausstattungen
Die Alternativen: Kia Stonic, Opel Mokka, Ford Fiesta Active

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