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Angriff aufs Podium

Mit dem Duster hat Dacia seit 2010 einen absoluten SUV-Preisknaller auf dem Markt, Achim Mörtl hat sich nun die neueste Version angesehen und erste Eindrücke und Testkilometer gesammelt.

Achim Mörtl

Zahlen lügen nicht, nicht im Sport und auch nicht in der Zulassungsstatistik! Und da konnte der Dacia Duster schon bisher mit Platz 5 gesamt und Platz 2 bei den Privatkunden überzeugen. Mit dem neuen „All new“ Dacia Duster will man nun den Sprung aufs große Podium in Angriff nehmen, nicht nur optisch ist das Potential definitiv vorhanden. Ich habe mir den neuen Dacia Duster in den vergangenen Tagen in Malaga / Spanien für Euch anschauen können!

2010 gab der Dacia Duster sein Debüt am Automarkt, 2017 gabs die zweite Auflage und bis jetzt wurde der Duster rund 2,4 Millionen Mal verkauft, davon 36.000 mal in Österreich. Einen davon nennt meine Mutter Ihr Eigen, er hat ihr bis heute als Alltagsauto oder Hundetransporter zum Wandern gute Dienste geleistet.

Die Basis für den Angriff aufs Stockerl ist jedenfalls gelegt. Und angelehnt an das neue Branding und den modernen Markenauftritt der Marke selbst, präsentiert sich auch der neue Duster. Selbstbewusst dynamisch, jung und cool – ohne jedoch die Identität der Erstausgabe verloren zu haben – steht er da. Die Front gefällt wirklich gut, Gratulation ans Design-Team!

Cooler Typ ab 20.990 Euro

OK, Optik passt, er wirkt größer, also optisch mehr Auto und auch im Innenraum wird der Ersteindruck bestätigt. Mehr Platz und auch die Verjüngungskur und das „cooler sein“, – „cool“ kommt dann später beim abendlichen Workshop relativ oft vor – findet auch im Innenraum seine Fortsetzung. Für das Mehr an Platz ist die neue CMF-B Plattform verantwortlich, die nicht nur größere Abmessungen im Cockpit erlaubt, sondern auch für eine Verbesserung der Assistenzsysteme verantwortlich ist.

In einer Welt, wo die Bedienung der Klimaanlage schon fast eine Raketenwissenschaft sein kann und irgendwo in den Tiefen des 5. Untermenüs versteckt ist, bin ich einfach nur glücklich noch Schalter und Knöpfe für die Bedienung dieser zu haben. Natürlich gibt es auch einen Touchscreen im Testauto, hier ist die Bedienung sehr intuitiv, unkompliziert und einfach und so kann selbst ich die Geschwindigkeits- und Spurassistenzwarnungen schnell abschalten, die Töne und das ständige Vibrieren auf der Autobahn nerven …

Auch bei den Modellvarianten zeigt man Mut, und Mut hat mir ja schon immer gefallen. So gibt es mit den Richtungen „Journey“ und „Extreme“ je nach Anforderung und Wunsch der zukünftigen Besitzer zwei Ausführungen. Zielt man mit der 2WD-Variante auf den urbanen Bereich ab, spendiert man dem Duster mit Allradantrieb eine deutlich verbesserte Geländetauglichkeit. Die Preisliste startet bei sehr fairen 20.990 Euro für den Fronttriebler, der 4x4-Aufpreis beträgt 3.500 Euro. Beim Hybrid mit Automatik geht’s bei 25.690 Euro los, in Topausstattung „Extreme“ liegt der teuerste Duster bei 27.490 Euro.

Ausgeglichen auf der Straße, beeindruckende Offroadfähigkeiten

Die neue CMF-B Plattform reduziert gegenüber dem Vorgänger die Vibrationen und Geräuschkulisse und sorgt so für einen besseren Fahrkomfort, das Fahrverhalten ist ausgeglichen und der Duster lässt sich auch auf kurvenreicher Strecke angenehm und mit relativ wenig Seitenneigung fahren. Unebenheiten werden gut geschluckt, auch das Feedback am Lenkrad ist OK, auch wenn man sich an die Leichtgängigkeit ein wenig gewöhnen muss.

Mit fünf Fahrmodi, einer höheren Bodenfreiheit sowie einer Verbesserung der Böschungswinkel lassen sich nun Hindernisse in freier Wildbahn noch leichter überwinden, Bergab- als auch Berganfahrhilfe unterstützen zusätzlich. Die ganzen Offroadparameter wie Seitenneigung, Steigung und Gefälle sowie Antriebsverteilung lassen sich auch am Display ablesen, jetzt weiß ich zumindest, dass ich auch bei 32 Grad Seitenneigung noch nicht umkippe!

Für den Vortrieb sorgen zwei Antriebsvarianten, so gibt es den aus dem Dacia Jogger bereits bekannten 1,6 Liter Benzinmotor und dank zweier Elektromotoren 140 Hybrid-PS samt Automatikgetriebe. Der neu entwickelte 130 PS starke TCe-Benzinmotor, der auch eine erste Stufe der Elektrifizierung darstellt, kommt mit 1,2 Liter Hubraum samt Turboaufladung in Kombination mit einem 6-Gang Schaltgetriebe. Und der gefällt mir einfach besser, auch das oft nervige Aufheulen der Hybridversion fällt hier weg.

Mehr Recycling und ein Doppelbett

In Sachen Nachhaltigkeit hat man den recycelten Plastikanteil von 12 auf 20 Prozent erhöht, zudem verzichtet man auf Chrom-Zierleisten und Leder. Über das Plastik im Innenraum will ich gar nicht reden, denn eines sei ganz deutlich gesagt: Man bekommt mit dem Dacia Duster ganz viel Auto für relativ wenig Geld und mit dem Anspruch das beste Preis-/Leistungsverhältnis zu haben, ist man auf dem besten Weg, um den Sprung aufs Podium der Zulassungsstatistik zu schaffen.

Und so nebenbei, mit dem für den Duster erhältlichen Sleep-Pack – in zwei Minuten gibt es ein Doppelbett im Duster – sowie dem Dachträger für eine Zuladung von 80 Kilogramm, spricht der Duster nicht nur Outdoor-Enthusiasten an, sondern lasst auch meine Gedanken zu möglichen Roadtrips quer durch Europa schweifen. Denn das wäre mit dem Duster eben eine coole Sache!

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