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BMW 740d xDrive - im Test

Traktion, Geiz und Geld

Dreiliter-Diesel als Idealbesetzung

Wer aus Prestigegründen – weil andere gibt es nicht – auf einen Achtender besteht, dem bleibt nur der Griff zum Benziner, dem 750i, auch mit xDrive zu haben. Dort liegt der Normverbrauch aber bei 11,9 Litern, bis die Tachonadel 100 km/h zeigt, nimmt er dem Diesel nicht einmal eine Sekunde ab.

So ist der 740d xDrive ohne Frage der ideale 7er. Mit 306 PS Kraft im Überfluss, Traktion ohne Ende und das alles bei einem Verbrauch, der sich in der Praxis bei knapp unter neun Litern einpendelt. Wer die Sinne des bayerischen Flaggschiffs schärft und die Sport-Taste drückt, der bekommt eine Agilität vermittelt, die eher an 5er oder gar 3er erinnert.

Und während die Elektronik bei 600 Nm Drehmoment und dem Antrieb auf nur eine Achse alle Hände voll zu tun hat, ein nicht standesgemäßes Reifenquietschen beim Ampelstart zu unterbinden, erstickt xDrive drohenden Traktionsverlust im Keim. Die Kraft wird einfach dorthin geschickt, wo sie in Vortrieb umgewandelt werden kann. So einfach ist das.

Weniger einfach ist es vermutlich für die meisten von uns, den stolzen Kaufpreis auf den Tisch des BMW-Händlers zu blättern. 96.950 Euro will der für den 740d xDrive haben. Und wer BMW kennt, der weiß, dass da noch lange nicht Schluss ist.

Oberklasse-Limo zum Oberklasse-Preis

Unser sehr gut, aber nicht übertrieben ausgestatteter Testwagen bringt es auf 125.000 Euro. Darin finden sich dann Annehmlichkeiten wie eine Standheizung, elektrisch verstellbare Komfortsitze, Navi, Head-Up-Display, aktive Sitzbelüftung oder eine Soft-Close-Automatik für die Türen.

Zwei prinzipiell angenehme Features konnten uns allerdings nicht überzeugen: So klappte zwar das schlüssellose Öffnen der Türen und Starten des Motors perfekt, das Versperren des Fahrzeugs mittels Berührung am Türgriff war aber zumeist nicht möglich und es musste erst wieder der Schlüssel aus der Tasche gekramt werden.

Und auch die Speed-Limit-Info blieb nicht ohne Fehl und Tadel. Eine Kamera sollte aktuelle Geschwinigkeits-Limits und deren Aufhebung erfassen und ins Head-Up-Display bzw. in den Tacho einblenden.

Doch wie auch schon beim neuen BMW 6er Cabrio festgestellt, ist die Fehlerquote dieser Systeme – wie auch bei anderen Herstellern – im Alltag (noch) zu hoch, um sich wirklich darauf verlassen zu können.

Wie das Testurteil ausfällt, erfahren Sie auf Seite 3!



Weitere Testdetails:


Technik, Ausstattung & Preise

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