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Neuer Trend auf den Straßen: Trikes sind im Kommen
Pixabay

Coole Kompromisslösung: 3, statt 2 oder 4 Räder.

Sie sind auffällig, wuchtig und ziehen ohne Frage die Aufmerksamkeiten auf sich: Trikes sind die neuen Hingucker auf unseren Straßen.

Redaktion

Was in den USA schon zum normalen Stadtbild gehört, könnte jetzt auch in Europa für Furore sorgen. Und selbst ein Promi ist bereits auf den Trend mit drei Rädern aufgesprungen. Die Zukunft scheint demnach nicht nur vermehrt Elektroautos zu beinhalten.

Während Quads schon vor einigen Jahren für Abenteuerfeeling und Nervenkitzel sorgten, sind die sogenannten Trikes der neue Schrei auf den Straßen. Entgegen der vierrädrigen Verwandten kommen Trikes mit nur drei Rädern aus und sind sogar für den Straßenverkehr zugelassen. Quads hingegen sind lediglich als motorisierter Fun-Sport eingestuft und dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen an dem Straßenverkehr teilnehmen.

Was ist ein Trike?

Die Fahrzeuge, die aus einem Vorderrad sowie zwei Hinterrädern bestehen, gibt es hingegen vieler Vermutungen bereits seit mehreren Jahrhunderten. Das „erste“ Trike wurde nämlich schon im 19. Jahrhundert vom deutschen Ingenieur Karl Benz gebaut, basierte jedoch hauptsächlich auf alten Entwürfen von Leonardo Da Vinci, die der Maler und Architekt bereits 1493 erstellte. Im Laufe der 1970er bzw 80er Jahre kam dann das Trike in seiner heutigen Form auf den Markt und gewinnt seither stetig an Beliebtheit. Trikes besitzen eine einspurige Achse im vorderen Bereich sowie eine mehrspurige Variante im Hinterbereich. Diese Eigenschaft gibt dem Fahrgefühl mehr Sicherheit und macht den Unterschied zum Motorrad aus: Die Sicherheit beim Fahren und das Halten des Gleichgewichtes sind unter anderem der Grund dafür, dass die Trikes keinen separaten Führerschein benötigen. Je nach Leistung des Trikes sind folgende Kennzeichnungen im Führerschein notwendig.

Kann ich ein Trike mit meinem Führerschein fahren?

Wer in Österreich ein Trike fahren möchte, braucht entweder einen gültigen Führerschein der Klasse B um alle derartigen Fahrzeug fahren zu dürfen, oder der Klasse A mit der Eintragung 79.02 für ein dreirädriges Kleinkraftrad der Klasse L2e. In Deutschland hingegen braucht es zum Fahren eines Trike, das maximal zwei Personen befördern kann, eine Fahrerlaubnis der Klasse AM. Diese erlaubt es Fahren nämlich, neben Leichtkraftfahrzeugen mit vier Rädern sowohl zwei- als auch dreirädrige Kleinkrafträder zu fahren. Zusätzlich gilt als Regelung, dass die Motorleistung die Geschwindigkeit von 45 km/h nicht überschreiten darf. Ebenfalls kann die Nutzleistung nicht mehr als 4 Kilowatt betragen. Fällt diese höher aus, wird ein Führerschein der Klasse A1 benötigt. Mit diesem hat der Fahrer jedoch die Möglichkeit, Trikes mit bis zu 15 kW zu fahren. Für alle weiteren Leistungen, die 15 kW übersteigen, ist in Deutschland ein Führerschein der Klasse A Pflicht.

Schon seit Beginn des Jahres 2013 werden Trikes im Straßenverkehr wie Motorräder behandelt, können daher also auch legal auf den Straßen Deutschlands gefahren werden - solange ein gültiger und geeigneter Führerschein vorhanden ist. 2013 Alle PKW-Fahrer mit einem Führerschein, der vor Februar 2013 ausgestellt wurde, sowie einem Mindestalter von 21 Jahren dürfen sich freuen: Ihnen steht der Fahrspaß laut spiegel.de ohne Einschränkung zur Verfügung. Der ausgestellte Führerschein Klasse B enthält demnach bereits die Erlaubnis, dreirädrige Maschinen zu fahren. Einer Tour auf den angesagten Fahrzeugen steht also für sichere Autofahrer nichts mehr im Weg. Obwohl sich die Experten bezüglich der Helmpflicht noch uneinig sind, sollten Fahrer und Beifahrer stets dieser nachkommen und sich anschnallen. Denn trotz allem Spaß muss die Sicherheit immer an erster Stelle stehen. In diesem Punkt sollte es keine andere Optionen geben.

Promi auf der Überholspur

Auch Jérôme Boateng hat den Trike-Trend bereits für sich erkannt und trumpft mit eigens designtem Look auf: Der FC Bayern-Spieler nennt ein 30.000 Euro teures Gefährt sein Eigen, das sogar mit seinen eigenen Initialen glänzt. Dass der Profisportler auf die spannenden Fahrzeuge mit den drei Rädern steht, ist kein Wunder. Schließlich ist der Fußballer auch bei seinen Spielen viel Adrenalin ausgesetzt und will das natürlich auch in seiner Freizeit weiterhin ausleben. Der FC Bayern München zählt als der berühmteste und erfolgreichste Fußballverein Deutschlands, der auch von Wettanbietern daher meist als der klare Favorit in Wettbewerben wie der Bundesliga gelistet wird. Jubelnde Fans, Gegner, die es mit dem Meisterverein aufnehmen wollen und vieles mehr sorgen dann natürlich dafür, dass Spieler wie Boateng schnell an das berauschende Adrenalingefühl gewöhnt sind. Das spiegelt sich häufig auch in den Freizeitbeschäftigungen oder der Liebe zu Offroad-Fahrzeugen von BMW, Porsche oder Audi der Spieler wider.

Trikes werden immer beliebter. Egal, ob bei Fußballern wie Boateng oder gewöhnlichen Bürgern. Und wer weiß, wie viele Trikes in Zukunft auf unseren Straßen unterwegs sein werden? Ob die Dreiräder wohl schon bald eine echte Konkurrenz zu den begehrten Motorrädern darstellen werden?

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