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Studie: Volkswagen Up!

VW-Kleinstwagen mit Heckantrieb ab 2011

Mit der auf der IAA präsentierten Kleinstwagen-Studie Up! – mit prognostizierter Marktreife ab 2011 – entdeckt die Marke Volkswagen ihre Wurzeln.

mid/ec

Mit dem Up! geben die Wolfsburger einen Ausblick auf einen nicht vor 2011 erwarteten Kleinstwagen, der zu relativ attraktiven Preisen ab rund 9 000 Euro in Europa angeboten werden soll. Das Konzept erinnert an selige Käfer-Zeiten: Der Motor sitzt im Heck, was den Innenraum-Designern einige Freiheit bei der Gestaltung gegeben hat. Auf 3,45 Metern finden vier Personen Platz und sitzen, auch dank einer bemerkenswerten Breite von 1,63 Metern, zumindest vorne sogar recht kommod.


Laut VW-Vorstandschef Martin Winterkorn soll das auf dieser Studie aufbauende Microcar wahlweise von Drei- und auch von Zweizylindermotoren angetrieben werden. Zudem werden vom Up! in den kommenden Monaten und Jahren Derivate gezeigt, darunter wahrscheinlich vor allem Spar-Versionen. Denkbar wäre zum Beispiel eine Elektro-Variante mit Plug-In-Technik, die den Strom zum Fahren aus der Steckdose bezieht.

Die Studie ist aber auch eine optische Überraschung. Auch wenn Serienversionen von Konzept-Fahrzeugen dank dem Rotstift der Controller, der Sicherheitsauflagen und wegen Zugeständnissen an die Alltagstauglichkeit meist viel langweiliger ausfallen, gibt der Up! doch Hoffnung, dass die Zeiten allzu vorsichtigen Designs bei VW unter dem neuen Chefdesigner Walter de Silva vorbei sind. Beim Up! dominiert die große vordere Kofferraumhaube und die ebenfalls sehr große Heckklappe, die aus einem transparenten Werkstoff gefertigt wurde.

Die im Innenraum verwendeten Materialien wirken hochwertig und freundlich. Zwei zentrale Displays geben Auskunft über die wichtigsten Fahrerinformationen wie die verbleibende Reichweite und den aktuellen CO2-Ausstoß; ein mittig angeordneter Sieben-Zoll-Monitor mit Navigationssystem stellt Informationen zur Verfügung, die auch für den Mitfahrer interessant sein könnten.

Wie viel von diesen technischen Details auch in die spätere Serienversion einfließen, ist offen. Für 9 000 Euro darf man zumindest in der Basisversion bei Volkswagen keine Wunderdinge erwarten. Und für die neuen Märkte in Fernost und Osteuropa soll es sogar eine weiter abgespeckte Version zu Preisen ab 6 000 Euro geben.

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