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Elektroauto Quantino schafft 1.401 Kilometer NanoFlowcell Quantino 2017

Alles fließt

Das Niedervolt-Elektroauto Quantino des Liechtensteiner Start-ups NanoFlowcell kam in einer Non-Stop-Fahrt 1.401 Kilometer weit.

mid/rhu

Mit der rekordverdächtigen Nonstop-Fahrt wollte NanoFlowcell AG-Chef Nunzio La Vecchia laut Firmenangaben koreanischen Herstellern die Alltagstauglichkeit seiner Entwicklung demonstrieren. Das Besondere am Quantino: Er setzt nicht auf die übliche Batterie-Technik, sondern auf Flusszellen-Antrieb.

Die elektrische Energie wird direkt an Bord gewonnen. In zwei je 95 Liter großen Tanks speichert der Wagen Elektrolyt-Flüssigkeiten, die jeweils positiv und negativ geladen sind. Diese zirkulieren in zwei getrennten Kreisläufen, wobei durch den Ionenaustausch mit Hilfe einer sogenannten "galvanischen Zelle" Strom entsteht. Das Betanken des Fahrzeugs ähnelt laut Hersteller einem heute üblichen Tankvorgang.

Der Technologie-Träger ist 3,91 Meter lang und 1.420 Kilogramm schwer. Angetrieben wird der 2+2 Sitzer von einem 80 kW/108 PS starken Elektromotor. Damit beschleunigt der Quantino in weniger als fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h.

Rekordreichweite geschafft - doch wie geht es jetzt weiter? NanoFlowcell hätte da schon klare Vorstellungen, die man positiv ausgedrückt als überaus mutig bezeichnen könnte. Den Technikern schwebt nämlich die ganz große Lösung vor, ein knallharter Schnitt: Weg mit "dem vorherrschenden Elektromobilitätsdenken, mit individuellen Stromstationen, verschieden ausgelegten Steckdosen und unterschiedlich genormten Steckern.

Die Elektromobilität ist tot, lang lebe die Elektromobilität!" Milliardenschwere Investitionen, die bisher von Politik und der Industrie in "Dead-end-Technologien" getätigt worden seien - wie etwa in Lithium-Ionen-Batterien, Brennstoffzellen oder sogenannte "Bio-Kraftstoffe" - müssten schlicht abgeschrieben werden, heißt es bei NanoFlowcell.

 NanoFlowcell Quantino 2017

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