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Hommage an den Formel-Italia-Monoposto von Carlo Abarth

Vor kurzem erst wurde bekannt, dass Abarth schon 2024 zur reinen Elektro-Marke werden soll. Bis dahin aber sieht man offensichtlich kein Problem darin, dem etablierten Schreihals noch diverse neue Versionen zu verpassen. Zum Beispiel diese hier, mit 165 PS und der neuen Record Monza “Sovrapposto“ Abgasanlage mit vertikalen Endstücken.

"Formel-Technik für die Straße" lässt freilich erst einmal auf neue Superlativen hoffen. Wie so oft schon sollte man aber auch hier mit der Euphorie ruhig etwas Zurückhaltung üben. Ja, der Motor, der hier zum Einsatz kommt, ist auch die Basis für die Tatuus-Monoposti, die in der deutschen und italienischen Formel 4 powered by Abarth eingesetzt werden. Allerdings leistet er da wie dort "nur" 121 kW (165 PS), ist also schwächer als der Motor des 695, der erst unlängst in der Version Abarth 695 Essesse als neues Top-Modell der Marke mit dem Skorpion vorgestellt wurde.

Aber zurück zum F595: Abzielend auf junge Kunden mit Faible für Motorsport liefert der Wagen eine 0-100-Zeit von 7,3 Sekunden und einen Top-Speed von 218 km/h. Das Drehmoment von 230 NM, das schon bei 2250 RPM anliegt, hilft auch bei Zwischenspurts: Im fünften Gang beschleunigt der neue Abarth F595 in 7,8 Sekunden von 80 auf 120 km/h. Und apropos Gänge: Der Motor ist serienmäßig mit einem Schaltgetriebe gekoppelt, kann aber auf Wunsch mit einem 5-Gang-Automatikgetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad ausgestattet werden. Dann dauert der Spurt auf 100 aus dem Stand allerdings 0,1 Sekunden länger.

Der F595 ist sowohl als Schrägheck- als auch als Cabrio-Version erhältlich, die beide mit dem neuen aktiven Record Monza “Sovrapposto“ Sportauspuffanlage ausgestattet sind, der an jeder Ecke des hinteren Stoßfängers zwei übereinanderliegende Auspuffrohre aufweist. Mal was anderes ... Der Klang hingegen sollte vertraut erscheinen. Die Klappenanlage selbst kennen und lieben wir so ja schon länger bei Abarth.

Der temperamentvolle Dreitürer rollt auf 17-Zoll-Rädern vor, hinter denen belüftete 284-mm-Scheiben vorne und 240-mm-Scheiben hinten für beherzte Verzögerung bereitstehen. Er ist in verschiedenen Farben erhältlich, kommt allerdings immer mit neuen Rallye-Blauen-Akzente im Außenbereich daher. Im Innenraum (auf Wunsch sind Sabelt-Rennsportsitze erhältlich) verfügt der Abarth F595 serienmäßig über ein 7-Zoll-Uconnect-Infotainment-System mit Apple CarPlay und Android Auto Smartphone-Integration.

In Deutschland starten die Preise bei 23.990€. Für Österreich und die Schweiz gibt es noch keine Info.

Die Hommage an Carlos Renner
1971 arbeitete die italienische Automobilsportkommission (CSAI) mit der Marke Fiat an der Gründung einer neuen Meisterschaft für junge Fahrer. Man zielte darauf ab, den Motorsport zu demokratisieren, indem man einen für alle identischen Monoposto vorschlug. Das Fahrzeug sollte erschwinglich sein und im Saisonverlauf wenig Kosten verursachen. Im August desselben Jahres baute daher die inzwischen im Fiat-Konzern aufgegangene Marke Abarth unter der Leitung von Carlo Abarth den ersten von Mario Colucci entworfenen Prototyp – der Abarth SE025 genannt wurde. Angetrieben wurde der Rennwagen von einem zuverlässigen Motor, der auch im Fiat 124 Sport verbaut war: 4-Zylinder, 1,6 Liter Hubraum, zwei obenliegende Nockenwellen (DOHC). Ein hochbelastbarer Stahlrohrrahmen mit eingebautem Überrollbügel für Sicherheit. Alle Komponenten wurden von Carlo Abarth ausgewählt und stammen aus Serienfahrzeugen von Fiat, Lancia und Abarth. Einer der ersten begeisterten Testfahrer war der Formel-1-Pilot Arturo Merzario. Die Formula Italia wurde auf Anhieb zum Erfolg: Die Nachfrage nach den Autos war so groß, dass die ersten Auslieferungen erst Mitte Mai 1972 erfolgten. Ihr Renndebüt gaben die Monoposti am 29. Juni 1972 auf der Rennstrecke von Monza, wo Paolo Bozzetto den Sieg davontrug. Bis 1979 gingen viele junge Talente auf die Strecke und schafften es teilweise in die Königsklasse, darunter Bruno Giacomelli, Riccardo Patrese, Siegfried Stohr und Piercarlo Ghinzani.

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