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Durchbruch bei Herstellung von synthetischem Kautschuk

Yokohama setzt auf nachhaltige Produktion

Dem japanischen Reifenhersteller Yokohama könnte mit der Entwicklung synthetischen Kautschuks ein großer Durchbruch gelungen sein. Kernstück des Butadien-Herstellungsprozesses: mittels künstlichen Stoffwechselprozessen hergestellte Enzyme.

Der Grund für diesen Aufwand, den Yokohama betreibt, ist durchaus verständlich: Zum einen geht es darum, die Abhängigkeit von Erdöl zu verringern und die Kohlendioxid-Emissionen (CO2) zu senken, die als eine der Hauptursachen für die globale Erwärmung gelten. Zum anderen aber können so einige Kosten eingespart werden – schließlich wird der schwarze Rohstoff in Zukunft auch nicht billiger werden. Jedenfalls gelang Yokohama mit der Entwicklung einer weltweit einzigartigen Technologie zur Herstellung von Butadien aus Biomasse ein wichtiger Schritt zu mehr Nachhaltigkeit. Butadien gilt als zentraler Rohstoff für die Herstellung von synthetischem Kautschuk für die Produktion von Autoreifen.

Schon seit 2013 kooperiert Yokohama mit dem Riken Center for Sustainable Resource Science (CSRS) sowie mit der Zeon Corporation, einem der führenden Hersteller von synthetischen Kautschuken. 2018 gelang es dem gemeinsamen Forschungsteam, erstmals mithilfe eines künstlichen Verfahrens, bei der in hochaktiven Enzym-Zellen eine Biomasse erzeugt wird, das Treibhausgas Isopren bei der Reifenproduktion zu ersetzen. Und jetzt schafften es die Forscher, mit der ersten Fermentationsproduktion Polybutadien-Kautschuk aus Butadien herzustellen. Mit den aus diesen neuen künstlichen Stoffwechselprozessen hergestellten Enzymen kann Yokohama das für die synthetische Kautschuk-Produktion notwendige Butadien biologisch und zudem kostengünstiger als bisher erzeugen.

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