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So geht es mit viel Grip durch den Herbst

Nebel, Nässe, rutschige Wege

Der Herbst ist eine der gefährlichsten Zeiten für alle Verkehrsteilnehmer, denn die Sonne steht tiefer, nasses Laub erhöht die Rutschgefahr, und der Wildwechsel nimmt zu. Höchste Zeit, das eigene Auto auf Herz und Nieren zu prüfen und die eigene Fahrweise dem Wetter anzupassen.

So sehr wir uns den ewigen Sommer auch wünschen: Die dunklere Jahreszeit steht bevor – und damit kündigen sich auch vermehrt unklare Witterungsverhältnisse an. Mit ein paar Tipps geht’s ganz leicht.

Leidiges Laub und Bauernglatteis
Blätter sind gerade im Herbst wunderhübsch anzusehen und lebenswichtig für den Planeten, haben aber gleichsam die Angewohnheit, oftmals als Matsch auf den Straßen der nördlichen Hemisphäre zu enden. Das bedeutet: vorbei mit schnittigen Lenkmanövern, die Natur gibt nun wieder das Tempo vor. Denn abrupte Gefahrenbremsungen können ihre Wirkung auf nassem Laub vollkommen verfehlen. Das Fahrzeug kann zudem ausbrechen oder ins Schlingern geraten. Hinzu kommt das „Bauernglatteis“, das von vielen Fahrern immer wieder unterschätzt wird. „Bauernglatteis“ entsteht durch eine Mischung aus Erde, Lehm und Blättern, die Traktoren und landwirtschaftliche Geräte großflächig auf asphaltierten Straßen hinterlassen können. Bei Frost und Nässe wird diese Mischung besonders rutschig.

Im Wald wird’s wild
Meist machen sich Deutschlands Waldtiere rar, aber gerade im Herbst steigt die Gefahr plötzlicher Wildwechsel rasant an. Brunftzeit, Morgennebel und der immer spätere Sonnenaufgang sorgen immer wieder für unschöne Begegnungen zwischen Autos und Waldtieren. Beim Fahren durch Waldgebiete ist daher im Herbst besondere Vorsicht geboten.

Die goldene Zahl bei Nebel? 50!
Nebel reduziert die Sicht im Herbst erheblich, besonders in Kombination mit dem fehlenden morgendlichen Sonnenlicht. Tempo reduzieren und ausreichend Abstand halten ist hier selbstverständlich. Auch die eigene Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer ist ein wichtiges Thema. Gerade bei Nebel sollten sich Autofahrer nicht auf die Lichtautomatik oder das Tagfahrlicht verlassen, sondern lieber direkt das Abblendlicht einschalten. So sind auch die Heckleuchten in Betrieb. Die besonders helle rote Nebelschlussleuchte darf jedoch nur bei Sichtweiten unter 50 Metern eingeschaltet werden. Kontrollieren kann man diesen Abstand mit den Leitpfosten am Straßenrand. Diese stehen auf Autobahnen und Landstraßen in einem Abstand von 50 Metern (Achtung, in Österreich sind es nur 33 Meter). Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt bei so starkem Nebel dann 50 km/h. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Apropos Sichtbarkeit: Auch Radfahrer und Fußgänger sollten es anderen Verkehrsteilnehmern nicht unnötig schwer machen. Ein schwarzes Outfit ohne jegliche reflektierenden Materialien ist und bleibt im Dunkeln keine gute Idee. Unser Tipp: Das Tragen von heller und reflektierender Kleidung und Reflektoren sorgt für mehr Sicherheit, da Radfahrer und Fußgänger bereits auf 150 Metern Entfernung von Autofahrern wahrgenommen werden.

Haben ist besser als brauchen – Wischwasser, Öl & Co.
Autofahrer sollten spätestens zum Herbst einen Rundumcheck ihres Wagens vornehmen. Dabei muss nicht jede Vorbereitung auf Herbst und Winter langwierig und nervenaufreibend sein. Bereits in wenigen Minuten können Autofahrer die Flüssigkeit der Scheibenwaschanlage auffüllen. Während im Sommer ein Reiniger im Tank der Anlage völlig ausreicht, sollte im Herbst unbedingt Frostschutz (mindestens bis -15 Grad) zugegeben sowie der Kühlflüssigkeits- und Ölstand überprüft werden. Dafür muss der Motorraum aber unbedingt eine gewisse Zeit abgekühlt sein, sonst droht Verbrennungsgefahr an den heißen Fahrzeugteilen und Flüssigkeiten. Unerlässlich für sicheres Fahren in der dunklen Jahreshälfte: eine funktionstüchtige Beleuchtung! Auto-Experten wie TÜV, ADAC und DEKRA bieten zum Auftakt des Schmuddelwetters teilweise kostenlose Checks der Lichtanlagen, denn falsch eingestellte Scheinwerfer sind nicht nur für die Fahrer ein Ärgernis, sondern können entgegenkommenden Verkehr stark blenden.

Winterreifen: Was war doch gleich das Alpine-Symbol?
Im Oktober sollten zudem die Winterreifen aufgezogen werden. Diese klar als wintertauglich erkennbaren Reifen tragen auf der Seite das Piktogramm eines Berges mit einer Schneeflocke („Alpine-Symbol“) und sind mittlerweile bei frostigen Temperaturen Pflicht. Ohne kann es bei einem Unfall oder einer Polizeikontrolle teuer werden. Aus Sicherheitsgründen wird für Winterreifen häufig eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern von Experten empfohlen, auch wenn der Gesetzgeber weniger Profil verlangt. Als Eselsbrücke hat sich bewährt: „Von O. bis O. mit Winterreifen“, also von Oktober bis Ostern. Damit fährt es sich in Deutschland gut und sicher in der kalten Jahreszeit!

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