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V8, Handschaltung; die Welt ist noch in Ordnung

Ford hat im Rahmen der New York Autoshow die siebte Generation des Ford Mustang vorgestellt. Technische Details sind noch rar, das wichtigste ist aber klar: Cabrio und Coupé werden angeboten, Sechsgang-Handschaltung oder 10-Gang-Automatik stehen zur Wahl und unter der ewig langen Haube arbeitet neben einem 2,3 Liter Ecoboost-Turbo im Idealfall der stärkste Saug-V8 der Ford-Geschichte. Und ja: Er kommt auch zu uns!

Ford straft uns Lügen. Wir gingen ja eigentlich fest davon aus, dass es das mit der jetzigen, sechsten Generation des Mustang gewesen wäre, mit purem V8-American Muscle. Aber nein. Auch die siebte Generation des berühmten Ponycars setzt auf Wunsch wieder auf einen frei atmenden Achtender mit fünf Litern Hubraum. Und das ganz bewusst: „Die Investition in eine neue Mustang-Generation ist ein großes Statement in einer Zeit, in der viele unserer Wettbewerber aus dem Geschäft mit Verbrennerfahrzeugen aussteigen", sagt Jim Farley, CEO der Ford Motor Company. „Wir von Ford beschleunigen jedoch unseren Wachstumsplan mit Verbrennerfahrzeugen, indem wir unsere profitabelsten und beliebtesten Baureihen – alle in der ‚Ford Blue‘-Familie angesiedelt – mit vernetzter Technologie und Hybrid-Optionen ausru?sten und zusätzlich bis 2026 rund 50 Milliarden Dollar in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen investieren." Also nicht E-Fahrzeuge als Ersatz, sondern Budget-Bringer für Verbrenner ... gefällt uns.

Natürlich heißt das aber nicht, dass der siebte Mustang kein top-modernes Auto wäre. Das wird spätestens beim Blick in den Innenraum klar, der nun von zwei riesigen Screens dominiert wird. Typisch amerikanischer Touch aber: Als Reminiszenz an "die gute, alte Zeit", kann der Anzeigencluster im 12,4" großen Bildschirm hinterm Lenkrad kann in ein Foxbody-Theme geschaltet werden; inklusive typisch grüner Beleuchtung bei Nacht. Zudem wartet ein 13,2 Zoll großer Touchscreen mit Ford SYNC 4 sowie einige mechanische Tasten, über die dann neben der Klimasteuerung auch einer der sechs unterschiedliche Fahrmodi aktiviert werden kann: Normal, Sport, Glatt, Drag (Schnellstart) und Rennstrecke sowie einen frei konfigurierbaren Modus mit mehreren Profilen, die der Fahrer nach seinen persönlichen Vorstellungen abstimmen kann. Über diese Modi wird dann ebenso das moderne Traktionskontrollsystem beregelt, wie auch die optionalen adaptiven Dämpfer, die Lenkung und natürlich die Motorcharakteristik.

Apropos Motor, bzw. Antrieb. Wie eingangs erwähnt wird es den Mustang wieder mit 2,3 Liter Vierzylinder-Ecoboost-Motor oder eben mit 5,0L-V8 aus der Coyote-Familie geben. Beide können an ein 6-Gang-Schaltgetriebe oder eine 10-Gang-Automatik gekoppelt werden und geben ihre Leistung ausnahmslos und über eine serienmäßige Differenzialsperre an die Hinterachse weiter. Wie stark die Motoren dann sein werden, verrät Ford allerdings noch nicht. Nur soviel: Der V8 soll der stärkste Saug-Achtzylinder der Geschichte der Firma werden. Für die ebenfalls vorgestellte, besonders "böse" Dark Horse-Variante, die mit zusätzlichen Aero- und Mechanik-Upgrades zum Schrecken für so manches Supercar werden dürfte, peilen die Amerikaner aber stolze 500 PS an. 100 PS pro Liter Hubraum aus einem Saugmotor; das wäre schon etwas wirklich Besonderes. Zumal in einem Straßenfahrzeug. Dass der den zu erwartenden Klang hat, soll jedenfalls freilich eine ebenfalls serienmäßige Klappenanlage sicherstellen. Die adäquate Bremsleistung wiederum besorgt wie gehabt eine Brembo-Anlage.

Zudem lassen sich die Ford-Ingenieure natürlich so manch "Blödelei" nicht nehmen. Die Handbremse etwa wich einer "elektrischen Drift-Bremse", die quasi einen hydraulischen Handanker ersetzt, wie ihn Drifter brauchen. Zudem kann man über den Schlüssel aus der Ferne den Motor nicht nur starten, sondern auch durchs Drehzahlband grollen lassen ... einfach, weil's schön ist. Und natürlich feiert der Line-Lock-Modus für kontrollierte Burnouts ein Comeback.

In den Handel kommt die nächste Generation des meistverkauften Sportwagens der Welt nächstes Jahr. Voraussichtlich wird es in Österreich und Deutschland im Spätsommer 2023 soweit sein. Preise gibt es freilich noch keine.

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