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Mobiles Laden von Elektroautos
stock.adobe.com/Mediaparts

Kleiner Freund – große Hilfe

Mit der zunehmenden Popularität von Elektroautos steigt auch die Bedeutung flexibler und einfacher Ladelösungen.

Dabei spielen nicht nur fest installierte Wallboxen zuhause eine Rolle, sondern vor allem auch mobile Alternativen sowie das öffentliche Ladenetzwerk. Diese unterschiedlichen Möglichkeiten des mobilen Ladens sorgen dafür, dass Fahrer von Elektrofahrzeugen heute weitgehend unabhängig von starren Ladepunkten sind.

Mobiles Laden mittels eigener mobiler Wallbox

Eine mobile Wallbox ist eine tragbare Ladestation, die es ermöglicht, das Elektroauto an unterschiedlichsten Orten zu laden. Sie ist kompakt, transportabel und findet problemlos Platz im Kofferraum des Fahrzeugs. Im Gegensatz zur normalen Haushaltssteckdose, die nicht für eine Dauerbelastung ausgelegt ist und zu einer gefährlichen Überhitzung führen kann, ist eine mobile Wallbox deutlich sicherer und effizienter.

Die wichtigsten Merkmale einer mobilen Wallbox:

  • Flexibilität: Sie ist dank verschiedener Adapter an nahezu jeden Stromanschluss anschließbar, besonders geeignet sind Starkstromanschlüsse (CEE-Steckdosen).
  • Mobilität: Ideal für Reisende, Pendler und Nutzer, die regelmäßig an wechselnden Orten laden möchten. Sie kann zudem temporär stationär angebracht werden.
  • Effizienz und Sicherheit: Im Vergleich zur Haushaltssteckdose erfolgt das Laden erheblich schneller, bei gleichzeitig erhöhtem Schutz vor Überhitzung und Fehlerströmen.

Mobile Wallboxen verfügen über Ladeleistungen zwischen 1,4 kW und 22 kW, oft individuell regulierbar. Ihre Kosten liegen meist zwischen 500 und 1.500 Euro, was sie zu einer kostengünstigen Alternative gegenüber stationären Ladestationen macht, da Installationskosten komplett entfallen.

Wer profitiert besonders von mobilen Wallboxen?

  • Vielreisende E-Autofahrer: Sie profitieren von der Möglichkeit, unabhängig von öffentlichen Ladestationen oder fest installierten Wallboxen ihr Fahrzeug flexibel zu laden.
  • Haushalte mit bereits vorhandener Infrastruktur: Für Eigenheime oder Garagen, die bereits über einen Starkstromanschluss verfügen, ist eine mobile Wallbox ideal.
  • Personen mit eingeschränkten Installationsmöglichkeiten: Mieter oder Eigentümer mit baulichen oder rechtlichen Einschränkungen bei der Installation einer festen Ladestation.

Anmeldungspflichten bei höheren Ladeleistungen

Gemäß der aktuellen gesetzlichen Regelung in Deutschland müssen mobile Wallboxen mit einer Ladeleistung über 4,2 kW beim Netzbetreiber angemeldet werden. Sie gelten seit dem 1. Januar 2024 als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach §14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Dies dient der Sicherstellung der Netzstabilität bei erhöhtem Strombedarf durch Elektromobilität. Nutzer profitieren dafür jedoch von teilweise reduzierten Netzentgelten.

Worauf beim Kauf geachtet werden sollte

Vor dem Kauf einer mobilen Wallbox sollten Fahrer auf einige entscheidende Kriterien achten:

  • Kompatibilität: Unbedingt sicherstellen, dass die Wallbox zum Fahrzeug passt (in Europa üblich: Typ-2-Stecker).
  • Leistung und Anschlussmöglichkeiten: Die maximale Ladeleistung sollte dem eigenen Bedarf entsprechen. Es sollte geprüft werden, welche Adapter im Lieferumfang enthalten sind.
  • Sicherheitsfeatures: Geräte mit integriertem Schutz gegen AC- und DC-Fehlerströme sowie Überhitzung sind dringend zu empfehlen.
  • Zusatzfunktionen: Extras wie eine App-Steuerung, Ladestatusüberwachung und Diebstahlsicherung bieten zusätzlichen Komfort.

Öffentliches Laden als Ergänzung zur mobilen Wallbox

Neben dem mobilen Laden über die eigene Wallbox nutzen viele E-Autofahrer regelmäßig die öffentliche Ladeinfrastruktur. Besonders auf längeren Strecken oder im städtischen Raum bieten öffentliche Ladesäulen eine komfortable Alternative. Für den Zugang und die Abrechnung an öffentlichen Ladestationen ist eine Ladekarte besonders nützlich. Diese Karten ermöglichen:

  • Zugang zu einem breiten Netz von Ladestationen verschiedener Anbieter innerhalb und außerhalb Deutschlands.
  • Vereinfachte und transparente Abrechnung, häufig auch in Verbindung mit mobilen Apps für zusätzliche Komfortfunktionen wie Stationssuche und Ladeüberwachung.
  • Kostentransparenz und optimierte Ausgabensteuerung durch einheitliche Tarife und übersichtliche Abrechnungen.

Das öffentliche Ladenetz in Europa ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Allein in Deutschland gibt es inzwischen über 123.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte (Stand Januar 2024). Roaming-Vereinbarungen zwischen verschiedenen Anbietern gewährleisten dabei nahezu flächendeckend problemlosen Zugang zu Ladepunkten unterschiedlicher Betreiber.

Lade-Apps als digitale Helfer für unterwegs

Ergänzend zu Ladekarten haben sich Lade-Apps als besonders komfortable Lösung etabliert. Diese Apps bieten zahlreiche Vorteile:

  • Stationsfinder und Navigation: Nutzer können die nächstgelegene freie Ladestation in Echtzeit finden und sich bequem dorthin navigieren lassen.
  • Preistransparenz: Die Apps zeigen den aktuellen Preis pro Ladevorgang oder kWh an, sodass Nutzer immer die kostengünstigste Ladeoption wählen können.
  • Ladestatusüberwachung: Während des Ladevorgangs lässt sich der aktuelle Status der Ladung jederzeit auf dem Smartphone überprüfen.
  • Digitale Abrechnung: Viele Apps erlauben eine automatische und transparente Abrechnung, wodurch der Bezahlprozess vereinfacht wird.

Beliebte Lade-Apps stammen sowohl von Autoherstellern als auch von unabhängigen Anbietern und ermöglichen ein unkompliziertes und effizientes Laden auf Reisen oder im Alltag.

 

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