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(K)ein Schild

Großversuch in Eisenstadt: Ab Montag werden rund 400 vermeintlich überflüssige Verkehrszeichen für fünf Tage verhüllt. Einsparungspotential 20%!

ÖAMTC

Experten des ÖAMTC, der Stadt Eisenstadt, und der Polizei werden in der kommenden Woche den Verkehr beobachten und danach überflüssige Tafeln entfernen. "Die Flut an Verkehrsschildern überfordert die Autofahrer. Der Club geht davon aus, dass ein Fünftel aller Verkehrszeichen eingespart werden kann", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Sie ist überzeugt, dass die Aktion allen Verkehrsteilnehmern etwas bringen wird und die Straßen sicherer macht.

Die Verhüllungs-Aktion betrifft vor allem die Straßen im Stadtzentrum; verhüllt werden hauptsächlich "Halten und Parken verboten"-Tafeln, bei denen sich die Frage stellt, ob sich das Verbot nicht ohnehin aus der Situation ergibt. "Das ist etwa dann der Fall, wenn sich an einer Hauseinfahrt das Schild 'Ausfahrt freihalten' befindet", sagt Donosa. Oder Schilder, die nicht mehr aktuell sind: Beispielsweise ein Halteverbot vor einem Geschäft, das es gar nicht mehr gibt.

Viele Verkehrszeichen sind doppelt angebracht z.B. links und rechts am Fahrbahnrand. Die doppelte Beschilderung bringt aber oft keinen zusätzlichen Informationsgewinn für die Verkehrsteilnehmer. Die Notwendigkeit dieser Schilder soll ebenfalls geprüft werden. "Die Aufnahmekapazität der Menschen ist begrenzt. Für einen Fahrzeuglenker ist es praktisch unmöglich, mehr als drei Verkehrszeichen gleichzeitig wahrzunehmen und zu verarbeiten", erklärt die ÖAMTC-Expertin.

Entbehrlich sind auch viele Zusatztafeln in Verbindung mit Schildern, wo man überprüfen wird, ob die Zusatztafel tatsächlich notwendig ist. Unverhüllt sollen nur die notwendigsten Verkehrszeichen bleiben: Das sind Stop-Schilder, Vorrang-Tafeln, Einbahnen, verkehrsberuhigte Zonen, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Wegweiser.

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