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ARBÖ-Broschüre „Körperbehinderte Kraftfahrer“

Mobilitätseingeschränkt

Ein sperriger Begriff für 500.000 Schicksale: Der ARBÖ zieht Bilanz seiner 20jährigen Beratungstätigkeit für behinderte AutofahrerInnen.

In Österreich gibt es laut Statistik Austria rund eine halbe Million Menschen mit Bewegungsbeeinträchtigungen an Armen oder Beinen. Gerade mobilitätseingeschränkte Menschen werden tagtäglich mit einer Vielzahl von Hindernissen innerhalb ihres Bewegungsraumes konfrontiert.

"Das gilt vor allem für den öffentlichen Verkehrsraum, wodurch das Fahren mit dem eigenen Auto für Menschen mit körperlichen Behinderungen oft die einzige Möglichkeit darstellt, an einer barrierefreien Mobilität teilzuhaben und damit sowohl in die Erwerbstätigkeit als auch in das soziale Netz eingebunden zu sein", betonte Sozialminister Dr. Erwin Buchinger in einer Pressekonferenz, bei der die neue Informationsbroschüre "Körperbehinderte Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer" der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

"Für den ARBÖ als Hilfsorganisation, Dienstleister und Interessensvertreter ist es eine Verpflichtung, Menschen mit besonderen Bedürfnissen auch eine ganz spezielle Unterstützung anzubieten", erklärte ARBÖ-Präsident KR Dr. Heinz Hofer. Diese Verpflichtung wird vom ARBÖ seit Jahrzehnten mit Leben erfüllt, nicht nur mit der neu aufgelegten Broschüre, sondern mit der sehr engagierten ARBÖ-Behindertenberatung durch Roland Hirtl, die heuer bereits das 20-jährige Jubiläum feiert.

Roland Hirtl, Behindertenberater

Roland Hirtl ist seit 35 Jahren beim ARBÖ angestellt. Früher selbst Pannenfahrer, sitzt er seit einem Unfall 1986 im Rollstuhl. Zwei Jahre später eröffnete er die ARBÖ-Behindertenberatung. Er zog eine stolze Bilanz dieser 20 Jahre Beratungsaktivität.

20.000 Anfragen wurden an ihn herangetragen, davon 14.000 mit ganz konkreten Ansuchen. "12.000 konnte ich positiv erledigen", sagte Hirtl und bedankte sich bei seinem langjährigen Weggefährten und technischen Sachverständigen Hofrat Dipl.Ing. Daniel Kirste.

"Die besondere Qualität der Behindertenberatung besteht darin, dass sie praktische Tipps anbietet, noch bevor Menschen mit Körperbehinderung ihr gutes Geld in Fahrausbildung und teure technische Umbauten investieren", hob ARBÖ-Präsident Hofer hervor. "Oberstes Ziel der Behindertenberatung wird es auch in Zukunft sein, dass Menschen mit Körperbehinderung einen bedingten Führerschein erhalten und keinen beschränkten“.

Bedingter statt beschränkter Führerschein?

Der Unterschied ist gravierend: Mit einem bedingten Führerschein kann man alle entsprechend umgebauten Fahrzeuge pilotieren, mit dem beschränkten nur ein ganz spezifisches. Heikel vor allem dann, wenn dieses eine bestimmte Fahrzeug einmal – z.B. aus technischen Gründen – nicht zur Verfügung steht. Dann hat für den Betroffenen die Mobilität ihr Ende.

Auch ein bedingter Führerschein garantiert allerdings noch nicht viel - denn selbst wenn ein anderes Auto gesteuert werden darf, sind keine behindertengerecht umgebauten Leihwagen zu haben. Hirtl zitiert die Reaktion einer Leihwagenfirma auf eine diesbezügliche Anfrage: "Das amortisiert sich nicht"... - auch hier ist also ein Umdenken gefragt.

In der Pressekonferenz kündigte Roland Hirtl weitere Aktivitäten für Menschen mit Körperbehinderung an: Die ARBÖ-Behindertenberatung gibt es künftig nicht nur in Wien, sondern auch an jedem ersten Montag eines Monats im Burgenland, ARBÖ-Landeszentrum, Ruster Straße 126, 7000 Eisenstadt.

Der Fahr- und Testtag für Menschen mit Körperbehinderung findet erstmals außerhalb von Wien statt: Am 10. Mai 2008 im Burgenland (Kleinfrauenhaid, nahe Eisenstadt).

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