AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ZF bringt neuartige Vierradlenkung

ZF lenkt ein

ZF bringt eine Hinterachslenkung via elektromechanischer Spurverstellung. Diese sorgt für einen Lenkeinschlag von drei Grad und mehr.

mid/rhu

Beim Lenken mit allen Vieren machte Honda 1987 mit dem Prelude den (Großserien-)Anfang. Weitere, vor allem japanische Hersteller folgten. Die Allradlenkung konnte sich aber nicht so richtig in der Großserie durchsetzen.

Bei BMW und Porsche etwa sind vier verstellbare Räder nur für wenige Modelle zu haben. Jetzt will der deutsche Autozulieferer ZF Friedrichshafen das Thema mit einer serienreifen Technik aus dem teuren Nischendasein zu einer größeren Verbreitung führen.

Lenkbare Hinterachsen sind an sich eine feine Sache: Sie verbessern nicht nur die Fahrsicherheit, sondern auch die Dynamik. Der Aufwand muss aber in einem gesunden Verhältnis zum Nutzen stehen, und das war in der Vergangenheit nicht der Fall.

ZF setzt daher auf ein Konzept, das Lenkbewegungen der Hinterachse durch eine Änderung des Spurwinkels ermöglicht. "Active Kinematics Control" (AKC) heißt das System, dessen Wirkung sich bereits serienmäßig im Porsche 911 Turbo und im 911 GT3 erfahren lässt.

Es setzt an einer Stelle an, die üblicherweise nur der Schraubenschlüssel variabel macht: nämlich an der Spur. Die Entwickler probierten aus, wie sich das Verstellen der Spur während der Fahrt auf das Fahrverhalten auswirkt. Und erhielten ein positives Ergebnis: Obwohl der hintere Lenkeinschlag nur rund drei Grad beträgt, gab es einen deutlich spürbaren, positiven Einfluss.

Das AKC arbeitet mit elektromechanischen Verstellern: entweder mit einem zentral platzierten (Aufmacherbild ganz oben), oder mit je einem pro Hinterrad (Bild oben). Der Effekt ist ein Doppelter: Bei niedrigem Tempo wird die Hinterachse entgegen der Vorderachse gedreht - das verringert den Wendekreis um rund zehn Prozent. Bei höheren Geschwindigkeiten, etwa ab 60 km/h, werden durch einen gleichmäßigen Einschlag vorne und hinten Richtungsstabilität und Fahrdynamik verbessert.

Weil die elektromechanischen Steller keine mechanische Verbindung zum Lenkrad haben, lassen sie sich problemlos in die bisherigen Regelsysteme integrieren, etwa in das ESP.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Übergabe des Adventkalender-Hauptpreises

Ein Skoda Octavia um 35 Euro

Katharina Gritsch aus der Wachau war im Dezember bei Hofer einkaufen. Was unspektakulär begann, endete mit einem Hauptpreis: Ein Skoda Octavia wurde Anfang Februar der Gewinnerin des Hofer Adventkalenders übergeben.

Super-Test-Sommer 2026 von AUTO BILD Österreich

Ein Sommer-Wochenende als Leser-Testfahrer!

Fünf Testautos stehen bei der Fahraktion 2026 für unsere Leser bereit: Erleben Sie ein Wochenende lang eine der beschriebenen Autoneuheiten und berichten Sie in Wort und Bild darüber. Jetzt anmelden!

Auf der Suche nach einem neuen Autoreifen, kann man schnell feststellen, dass moderne Reifen mit Hinweisen auf besondere Witterungsresistenz versehen sind. Grund hierfür sind die klimatischen Veränderungen der vergangenen Jahre.

Leser-Fahraktion: Super-Test-Sommer 2025

Leser im vollen Testeinsatz

Quer durch Österreich fuhren unsere sechs Testwagen – mit Ihnen am Steuer! Die Palette umfasste diverse SUVs, wobei die Range vom Diesel über den Hybrid bis zu Elektromodellen reichte.