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Innenraum

Den Begriff „eng“ umgibt immer eine etwas negative Aura. Man könnte die Platzverhältnisse im Innenraum des smart roadster auch ohne weiteres als „kuschelig“ oder „heimelig“ bezeichnen. Klingt auch gleich viel freundlicher, oder? Jedenfalls sollte man - sofern man zu zweit unterwegs ist - Körperkontakt nicht scheuen.

Die beiden hervorragenden Integralsitze bieten trotz knapper Polsterung einen sehr hohen Sitzkomfort und überzeugen vor allem im Lendenbereich durch exzellenten Seitenhalt. Zusätzlich ist man auch noch durch Mittelkonsole und Seitenschweller gegen Verrutschen gesichert.

Das Cockpit präsentiert sich mit viel Kunststoff und ein paar Stoffapplikationen recht spartanisch, gefällt aber gleichzeitig durch seine Klarheit und die einfache Bedienung.
Alle Anzeigen inklusive der (aufpreispflichtigen) Ladedruck- und Motortemperaturanzeige sind stets gut abzulesen.

Ein nettes Detail am Rande ist das vor der Handbremse installierte Zündschloss. Weniger positiv: Die mangelnden Ablagemöglichkeiten. So verschwindet ein in den (kleinen und schlecht konstruierten) Türfächern verstautes Handy bereits beim ersten Ampelsprint wie ein Wurfgeschoss in den ewigen Jagdgründen unter den Sitzen. Das Handschuhfach verdaut –wie der Name schon sagt- auch nicht viel mehr als ein paar Handschuhe und einen Kugelschreiber.

Etwas Abhilfe schafft das flache Fach unter dem Heckdeckel, das auch vom Innenraum erreichbar ist. Mit 86 Litern Fassungsvermögen lässt sich doch allerhand Krimmskramms transportieren. Der vordere Kofferraum fasst mit knapp 60 Litern zwar weniger Volumen, von der Form her kann man aber auch eine Sporttasche mit den Utensilien für ein langes Wochenende in der Toskana mitnehmen.

Perfekt gelöst wurde hingegen der – für ein Cabrio nicht unwesentliche - Dachmechanismus:
Per Knopfdruck faltet sich die Stoffhaut kompakt und in weniger als 10 Sekunden hinter die beiden Sitzlehnen. Die übrig gebliebenen Dachholme wird man voraussichtlich nur einmal demontieren. Damit man weiß, wies geht. Das geht zwar zügig und einfach, nervt aber auf die Dauer und bringt nicht wirklich zusätzlichen Frischluftgenuss.

Die Klimaanlage (€ 900.-) sorgt an heißen Sommertagen für einen kühlen Kopf, in unserem winterlichen Fall gab sie sich redlich Mühe, die Scheiben durch Luftentfeuchtung frei von Beschlag zu halten.

An sich ist der Roadster ja ein puristisches Fahrzeug, Luxus ist hier nicht unbedingt notwendig. Wer jedoch Wert auf höheren Komfort legt, wird in der Aufpreisliste durchaus fündig: Neben wunderschönen Ledersitzen (€ 750.- inkl. Heizung), gibt es ein Navigationssystem (€ 1.880.-), Regen-/Lichtsensor (€ 102.-) oder auch einen erweiterten Bordcomputer (€ 210.-).

Bis auf die Seitenairbags (€ 258.-) ist die Sicherheitsausstattung komplett: Neben ABS, ESP, und einem Bremsassistenten kümmert sich noch die extrem steife Tridion-Sicherheitszelle um das Wohl der Insassen.

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