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Innenraum

Entert man als Neuling zum ersten Mal den Raumgleiter, macht sich für kurze Zeit Ernüchterung breit. Während im Außenbereich nahezu alle Register modernen Stylings gezogen wurden, ist bei den inneren Werten eher konservativ und brav vorgegangen worden.

Das Cockpit wirkt mit seinen wenigen, gut gegliederten Bedienelementen zwar aufgeräumt, der großflächige Einsatz von harten, dafür aber strapazierfähigen Kunststoffen lässt es jedoch etwas nüchternd wirken.

Gänzlich ohne Tadel die Verarbeitungsqualität: Alle Spaltmaße wirken wir mit dem Lineal gezogen, niemals dringen unerwünschte Quietsch- oder Knarrgeräusche an die Ohren des sensiblen Piloten.

Dank der erhabenen Sitzposition genießt man stets einen guten Überblick über das Verkehrsgewusel – Lediglich die Übersichtlichkeit nach schräg hinten ist leicht verbesserungswürdig. Dank der großen Außenspiegel ist dieses Manko jedoch leicht verschmerzbar.

Das Platzangebot in den ersten beiden Reihen darf als beinahe königlich bezeichnet werden. Selbst wenn am Volant ein Basketballspieler Platz genommen hat, kann man im Fond auf der längsverstell- und umklappbaren, nicht jedoch aber ausbaubaren Rückbank lässig die Beine übereinander schlagen.

In Reihe drei geht es jedoch schon etwas beengter zu. Hier fehlt es an Ellenbogen- und an Kniefreiheit. Für Kinder sind diese Plätze aber durchaus auch für längere Reisen vertretbar.

Unpraktisch: Bevor man die Sitze aus dem Wagenboden herausklappt, muss man das Kofferraumrollo demontieren. An einen Platz zum Verstauen ebendieses wurde aber leider nicht gedacht.

Kritik muss sich auch der Klappmechanismus der zweiten Sitzreihe gefallen lassen, was in der Theorie gut funktioniert, hat in der Praxis dem Testredakteur den ein oder anderen Fluch entlockt, das hat man anderswo schon besser gesehen.

Der Kofferraum schluckt bei Bedarf bis zu 1.575 Liter Hab und Gut, ist jedoch auch bei voller Bestuhlung noch für den einen oder anderen Wochenendeinkauf ausreichend dimensioniert.

Ein besonderes Lob gebührt an dieser Stelle noch den hochwertigst verarbeiteten, feinen Ledersitzen, die Dank der großzügigen Abmessungen und der straffen Polsterung auch Marathontouren zum Vergnügen machen.

Die Qual der Wahl bei der Ausstattung nimmt Mitsubishi dem geneigten Käufer weitgehend ab: Der Grandis ist - wie schon eingangs erwähnt- bereits in der Basisversion sehr reichhaltig ausgestattet und lässt sich je nach Modell um relativ wenig Geld bis zum Luxusbus aufrüsten. Die deutsche Konkurrenz dürfte sich hier ruhig einmal ein Beispiel nehmen...

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Mitsubishi Grandis DI-D - im Test

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