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Innenraum

Auf den ersten Blick, und vor allem auf die erste Berührung merkt man die Fortschritte, die man bei Kia mit dem cee’d in puncto Materialwahl gemacht hat. Nirgendwo stößt die tastende Hand des misstrauischen Testers mehr auf kaltes Hartplastik.

Die Oberfläche des Armaturenträgers und der Türen beispielsweise wirkt, obwohl auch nur Kunststoff, um eine Klasse hochwertiger als in den Kia-Modellen der älteren Generation. Dazu kommt ein sympathisch-griffiges Lederlenkrad (ohne Blindtasten, wir danken verbindlichst!).

Ebenfalls neu: In der Mittelkonsole klafft kein Loch fürs Einbauradio. Es gibt also – man möchte sagen: endlich – die Option eines fix-fertig eingebauten Stereos in adäquater Qualität, in unserem Testwagen auch mit Navigation.

Mancher baut lieber ein Gerät seiner Wahl ein, aber ein fix verbautes Radio sieht unbestritten sauberer aus. Die größte Attraktion dieses Stereo-Systems war der USB-Anschluss. Eine simple Möglichkeit, sich seine Lieblingsmusik mitzunehmen.

Die Mittelkonsole schielt ein wenig in Richtung deutscher Vorbilder, die einzige „Hommage“ dieser Art. Überraschung: Eine Sitzposition, an der sich weit teurere Konkurrenten ein Beispiel nehmen können.

Die Sitze an sich haben verstellbare Lendenwirbelstützen, der Fahrerplatz ist höhenverstellbar. Zusammen mit dem in Höhe und Distanz einstellbaren Lenkrad ergibt das einen vorbildlichen Arbeitsplatz für „Groß & Klein“.

Natürlich leidet der Fußraum in Reihe 2, wenn die Vordersitze zu weit nach hinten wandern; das ist trotz aller gegenteiligen Beteuerungen der Marketingbüros noch immer klassenüblich. Im Kia fällt dies weniger schlimm aus als anderswo.

An Stauraum bietet der cee’d 340 Liter Aufnahmevermögen hinter den Rücksitzen; durch Umklappen der Lehnen lässt sich dieser Platz auf 1.300 Liter vergrößern. Im Fahrgastraum findet sich allerlei Ablageplatz für kleineren Alltagskrimskrams, darunter auch die obligaten Getränkehalter in brauchbarer Größe und Stabilität. Die Bedienung sämtlicher Funktionen ist von Anfang an klar und übersichtlich; nur die Tankdeckelentriegelung wurde versteckt - eine Mahnung zum Treibstroffsparen?

Sicherheitsmäßig wartet der cee’d mit einem vollen Programm auf. Es gibt Front-, Seiten- und Kopfairbags, letztere auch für die Fondpassagiere.

Die Koreaner warten generell mit guter Verarbeitungsqualität auf, zusammen mit dem liebevolleren Design und der erwähnten sorgfältigeren Materialwahl ergibt das im cee’d ein unerwartet - wie soll man sagen - „teures“ Raumgefühl. Wenn man nicht wüsste, dass man in einem Kia sitzt...

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Kia cee'd 1,6 CRDi - im Test

- special features -

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