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Renault Grand Espace 2,0 dCi 173 Aut. Initiale - im Test

Fahren & Tanken

Der Espace bietet nicht nur feinen Raum für Passagiere & Gepäck, sondern auch für reichlich Dämmmaterial. Der an sich schon kultivierte Commonrail-Vierzylinder schrammt so hart an der Grenze zur Unhörbarkeit. Einziges Lebenszeichen: die leichten Vibrationen im Leerlauf an Lenkrad und Wählhebel.

Das Temperament geht trotz der schweren Karosserie voll in Ordnung, die Abgabe ist aber etwas unharmonisch. Beim Anfahren tut sich zuerst gar nichts, sodann fällt das Drehmoment über die Vorderräder her. Eilige Kreuzungsquerungen gehen nie ohne Reifenjammern über die Bühne. „Papi hat’s wohl eilig“, signalisieren die verständnislosen Passantenblicke dann.

Diese Disharmonie liegt aber weniger am Turboloch, als an der Wandlerabstimmung der Automatik. Auch beim Rangieren braucht man einen unheimlich sensiblen Bremsfuß, wenn der Espace plötzlich zügig vorwärts rollt.

Während der Fahrt verhält sich das Automatikgetriebe mustergültig, es schaltet sanft, flott und zum richtigen Zeitpunkt.

Das Fahrwerk wurde urfranzösisch sanft abgestimmt, gemeinsam mit dem langen Radstand schwebt man zumeist auf Wolke sieben. Für beschleunigte Kurvenfahrt ist der Espace nicht gebaut: Er untersteuert kräftig, das ESP reagiert sehr früh. Immerhin bleibt das Fahrverhalten stets transparent. Auch die leichtgängig-gefühllose Lenkung lädt nicht zur flotten Gangart ein. Die Bremsen agieren kraftvoll, aber relativ bissig.

Bravo Renault: Der Tankeinfüllstutzen ohne extra zu schraubenden Deckel erfreut einen bei jedem Tankvorgang, obwohl ein solcher angesichts der aktuellen Preise prinzipiell ein Missvergnügen ist. 83 Liter Tankinhalt verkleinern die Rechnung auch nicht gerade, der Verbrauch bleibt dafür mit weniger als neun Litern brav im Rahmen, zumal für einen 1,8-Tonner mit Automatikgetriebe. Ebenfalls gut: Die hervorragenden Crash-Werte und die auf vier oder sogar fünf Jahre verlängerbare Dreijahres-Garantie.

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