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Gegenwind für den Passat

Ein stylischer Kombi mit genügend Platz und guter Motorenpalette? Das muss nicht unbedingt ein VW Passat sein, wie der Hyundai i40 im Test beweist.

Rainer.Behounek@motorline.cc

Lang lebe der Kombi! Was für die Amis der Pick-Up oder für James Bond die Sportwagen sind, ist für Europa der Kombi. Eine gute Erfindung ist sie ja schon, die Limousine mit erweitertem Ladeabteil.

Urlaubsgedanken, Kurztrips, Sammeltaxi, Möbelpacker, Einkaufsriese, in einen Kombi passt fast alles rein.

Bis vor gar nicht allzu langer Zeit war es noch die Form, die alle außerhalb des alten Kontinents abgeschreckt hat. Meist klobig und schachtelig, selten cool. Wenngleich das heutzutage schon fast wieder kultig klingt.

Früher war Hyundai auch selten cool. Das Billigautoimage haftete lange an den Koreanern, bis vor nicht allzu langer Zeit die Konzernriege beschloss, alles ein wenig anders zu machen. Jetzt ist Hyundai der am schnellsten wachsende Automobilhersteller und die Nummer vier der Welt.

Paradebeispiel i40

Anhand des i40 sieht man sehr gut, warum Hyundai so beliebt ist und immer mehr zulegt. Die Limousine kommt erst irgendwann raus, die Koreaner wissen um den Kombianteil in Europa und halten sich gar nicht mit traditionellen Reihenfolgen auf.

Während praktisch jeder Hersteller zuerst die Limousine und später den Kombi feiert, baut Hyundai Autos für Volk und das will in Europa nun mal den Kombi mehr.

Um nicht in der Ecke zu verschwinden haben die Designer dick aufgetragen. Kaum eine gerade, ebene Fläche findet sich am i40, bei manchem Winkel, speziell schräg vorne, ist es besonders auffallend.

Irgendwie kommt der Verdacht auf, sie wollten ihn auf Biegen und Brechen cool und auffallend machen. Er sieht weiß Gott nicht schlecht aus, er wirkt bei längerer Betrachtung dennoch vielleicht ein bisserl overdressed.

Dazu tragen auch die – nebenbei bemerkt ziemlichen coolen – Lichter bei, über die - wie bei so vielen neuen Modellen - sich die Marke zusätzlich definiert.

Wer heck’ das gedacht?

Das Heck ist interessant, weil teilweise konkav gebogen, so etwas ist heute selten. An der Seite fällt die nach innen fallende Linie besonders gut auf. Wir sind beim ausschlaggebenden Teil eines Kombis angelangt und sehen uns an, was sich dahinter verbirgt.

Die Heckklappe ist zwar (noch) nicht elektrisch bedienbar, hat aber ein Gewicht, als wär sie es. Nebenbei bemerkt hat der Zündschlüssel ein „Heckklappenaufmach“-Symbol, aber keine Funktion dazu, das Feature kommt erst 2012.

553 bis 1.719 Liter Kofferraum stehen den Insassen zur Verfügung, die sich leicht befüllen lassen. Die Abdeckung fährt mittels leichtem Druck selbstständig zurück, VW lässt grüßen. Die Ladekante ist in angenehmer Höhe, was will man mehr?

Platz en masse

Eine Ebene weiter, im Fond, macht sich Verwunderung breit, so geräumig sind wenige Autos in der Mittelklasse. Die Kopffreiheit ist trotz des nach hinten abfallenden Dachs ausreichend gegeben und der Fußraum bietet für einfach alle Beinlängen genügend Platz. Genieren muss man sich also bestimmt nicht, wenn die Verwandtschaft mitfährt.

Vorne ist es noch immer am schönsten. Ablageflächen soweit das Kleinzeug reicht und angenehme Sitze, denen zwar in unserer Version die Lordosenstütze fehlte, die aber dafür guten Seitenhalt bieten, nur zwei der Vorteile vom Vornesitzen.

Der Hyundai i40 ist also fesch und geräumig. Wie er sich fährt und was er verbraucht, lesen Sie auf Seite 2!

Weitere Testdetails:

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Testurteil Testurteil Seite 2 Seite 2

Hyundai i40 1,7 CRDi – im Test

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