Porsche Cayman – im Test | 23.10.2013
Back to the roots
Irgendwie hatte Erwin Wurm mit seinem „Fat Car“ recht: Die Porsche der heutigen Zeit werden länger und breiter. Einer hält da dagegen und triumphiert.
Natürlich ist der Vergleich mit dem aufgeblasenen roten Porsche gemeint und gewagt, ganz klar. Dennoch steckt etwas dahinter: Der erste 911er war gerade mal 4,1 Meter lang und 1,6 Meter breit. Der Neue ist 4,4 Meter lang und 1,8 Meter breit. Der Panamera verfehlt mit 4,97 Meter Länge knapp die 5-Meter-Marke und der Cayenne spielt, wenn es um die Porsche-typische Sportlichkeit geht, mit seinen zwei Tonnen sowieso in einer anderen Liga.
Gäbe es doch nur einen Flitzer, der die alten Werte hochhält… ha! Gibt es! Wenn Sie es nicht schon längst an den Bildern erkennen konnten, verraten wir Ihnen unseren heutigen Stargast: den Porsche Cayman der zweiten Generation.
Zunächst die Außenmaße. Mit 4,38 Meter Länge, 1,8 Meter Breite und 1,3 Meter Höhe spielt der Cayman auch nicht gerade im Lotus-Elise-Segment mit, zum Glück sind die Werte aber zum Vorgänger nahezu gleich geblieben. Mit 1,4 Tonnen zählt er wohl nur konzernintern zur Leichtgewichtfraktion.
Das Aussehen hat sich zum Vorgänger, der seit 2005 auf unseren Straßen fährt, radikal geändert. Mit viel Mühe konnte man den Alten niedlich, herzig und ein wenig weibisch schimpfen. Beim Neuen (Typ 981c) funktioniert das nicht mehr: Die großen Backen unter den Lichtern machen aus dem kleinen Sportler einen aggressiven Sprinter, die Linien bis zum Heck spannen den Cayman bereits im Stand auf und das Heck ist wieder etwas Eigenes.
Der Heckspoiler vermischt sich mit den Rücklichtern, die zwar nach wie vor auf den Seitenläufen drauf sitzen aber viel schnittiger gezeichnet wurden. Alles wirkt wie aus einem Guss und gibt dem Cayman einen völlig individuellen Touch mit auf die Fahrt, der ihn weiter von 911 und Boxster positioniert. Niedlich, herzig war gestern, heute ist es spritzig, scharf, agil und wendig, das auf seiner Karosserie steht.
Innen geht es Porschetypisch edel und funktionell zu. Die Anzahl der Knöpfe erschlägt einen anfangs, nach einer Weile hat man die aber im Griff. Platz gibt es für zwei und die sitzen spürbar fester und kompakter als beispielsweise im 911er. Genauso soll es aber auch sein, schließlich will man ja mit dem Mittelmotor-Boliden verschmelzen.
Natürlich sind die oben erwähnten Modelle alles andere als träge, im Gegensatz zum Cayman wirken sie dann doch so, warum das so ist lesen Sie hier.
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