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BMW 840d xDrive Coupé - im Test

Hingucker

Vielleicht das schönste Auto, das die Bayern in den vergangenen zehn Jahren gebaut haben. Wir testen das BMW 840d xDrive Coupé.

mid/JoUn

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Das BMW 8er Coupé ist grandios gestylt. Es ist ein Auto ohne unnötige, Sicken, Ecken und Kanten. Ein Auto wie eine Skulptur, ein Auto das man sich immer wieder anschauen kann. Ein Coupé, bei dem sich Mercedes oder Porsche in Sachen Design hinten anstellen müssen.

Die Proportionen sind naturgemäß stimmig: vorne ein wenig bullig ohne zu wuchtig zu wirken, schmale Scheinwerfer, großer Grill. Dazu eine lange Motorhaube und Scheinwerfer, die von der Seite schmal in selbige überlaufen.

Und innen? Einsteigen und wohlfühlen. Das ist Luxusklasse ohne Ende. Leder überall, dazwischen, in der Mittelkonsole kühles, aber nicht zu kühles Metall. Die Ergonomie stimmt, die Sitze umschließen den Fahrer und vermitteln "ich hab Dich lieb". Die Lenkung signalisiert "ich pass auf Dich auf" und das Coupé ruft "mach Dir keine Sorgen bei mir bist Du sicher und hast Spaß".

Vor dem Fahrer ein 12,3 Zoll großes, volldigitales Display, es gibt keine analogen Anzeigen mehr. Das Cockpit-Design ist - spät, aber doch auch bei den Bayern - angepasst an die Generation Smartphone.

Der Reihensechszylinder mit TwinTurbo Motor, drei Litern Hubraum und 320 PS beschleunigt das große Coupé bei Bedarf in 4,9 Sekunden auf 100 km/h, ist aber trotz alle sehr verbrauchsarm. Selbstverständlich bei entsprechendem "Gaspedalmanagment". Im Gleitbereich zwischen 85 und 105 km/h kommt man locker mit sechs Litern 100 Kilometer weit.

Unterm Strich lädt der 840d zum cruisen ein, nicht zum rasen. Ohne Frage: Das kann er auch. Aber einmal den EcoPro Modus angewählt, ein wenig zurückgelehnt und der Werbespruch wird wahr: "Freude am Fahren". Ruhe, Souveränität gepaart mit Lässigkeit, einfach grandios. München-Berlin am Stück und ohne Stress durchfahren, das geht im 840d besser als mit der Bahn.

Aber vielleicht ist der Vergleich ungerecht, alleine schon der Ticketkauf an den roten Automaten der Bahn kann ja manchmal richtig stressig sein. Das 840d Coupé ist allerdings nur für zwei Personen bequem, hinten sitzen geht für Erwachsene nur mit äußersten Verrenkungen. Dafür ist die Zuladung mit 420 Litern enorm. Auch die Rücksitze lassen sich umklappten u.a. für bequemen Skitransport.

Im Test wankte der Wagen kaum, er lag dank des straffen Fahrwerks auf der Straße wie eine Eins. Dennoch ist das 8er Coupé komfortabel und hat serienmäßig Hinterachslenkung. Das macht den BMW trotz langen Radstands agil wie einen 3er.

Der BMW 840d kommt ausschließlich mit 8-Stufen-Automatik und Allradantrieb xDrive, was jedoch auch der Charakteristik des Fahrzeugs entspricht. Hinterradantrieb wird nur für den Basis-Benziner 840i angeboten. Einen Soundgenerator gibt es für alle Varianten. Der überspielt bei jedem Gaspedaldruck den Dieselsound und hört sich definitiv mehr nach V8-Benziner als nach R6-Diesel an.

Technik, die begeistert, steckt ohne Ende im 8er Coupé - allein der Rückfahrassistent ist ein Gedicht. Der bringt den Fahrer im engsten Parkhaus autonom und auf der selben Strecke wieder zurück aus einer unübersichtlichen Lücke und Lage. Super, BMW, dass du dieses Auto gebaut hast. Schade, BMW, dass Du 112.200 Euro (Deutschland: 100.000 Euro) dafür verlangst.

Länge / Breite / Höhe: 4,85 / 1,90 / 1,35 Meter
Motor: Reihen-Sechszylinder mit TwinTurbo
Leistung: 235 kW / 320 PS
Hubraum: 2993 ccm
Max. Drehmoment: 680 Nm bei 4400 U/min
Getriebe: 8 Gang-Automatik
Beschleunigung: 0 bis 100 km/h: 4,9 s
Spitze: 250 km/h
Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,1 Liter / 100 km
CO2-Emission kombiniert: 160 g/km
Österreich-Preis: ab 112.200 Euro (Deutschland: ab 100.000 Euro)

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