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Sternenwelt der besonderen Art

In Stuttgart hat vor kurzem das neue Mercedes-Museum seine Pforten geöffnet, 160 Fahrzeuge warten auf 16.500 Quadratmeter auf Besucher.

mid/mh

  • Hier finden Sie zahlreiche Fotos aus dem Mercedes-Museum!

    Ins neue Markenmuseum lädt der Automobilhersteller Mercedes-Benz ab 20. Mai 2006. In Stuttgart-Untertürkheim ist in der Nähe des Stammwerks ein knapp 48 Meter hoher Prachtbau entstanden, der 120 Jahre Automobil- und Markengeschichte beherbergt.

    Um große Worte waren die Stuttgarter noch nie verlegen. Als Erfinder des Automobils habe man nun "das Automobilmuseum neu erschaffen": ein "architektonisches Highlight, das einen bemerkenswerten städtebaulichen Akzent in der Region Stuttgart" setze.

    In nur zweieinhalb Jahren wurde das neue Mercedes-Museum errichtet, das auf neun Ebenen mit 16.500 Quadratmetern Fläche 160 Fahrzeuge und mehr als 1.500 Exponate präsentiert.

    Der Besucher fährt bei seiner Zeitreise mit dem Aufzug in das oberste Stockwerk, um sich dann spiralförmig durch die Modellhistorie des Stuttgarter Automobilherstellers nach unten zu arbeiten.

    In den so genannten Mythos-Räumen sind die Modelle nach Themen und Epochen chronologisch
    sortiert; einer dieser Räume - "Silberpfeile: Rennen und Rekorde" - beherbergt beispielsweise Rennwagen älteren und jüngeren Datums, ein anderer beschäftigt sich mit der Vorreiterrolle des Herstellers in Sachen Sicherheitstechnik.

    In den Collections-Räumen sind Nutzfahrzeuge und Sonderfahrzeuge wie das Papamobil von Papst Johannes Paul II. oder Feuerwehrwagen zu sehen. Auf der untersten Ebene des Neubaus findet sich die Sonderschau "Faszination Technik", die frei zugänglich ist und einen Einblick in den Arbeitsalltag der Entwickler und Ingenieure bietet.

    Die Entscheidung zum Bau eines neuen Museums fiel 1999 noch unter der Ägide des früheren Markenchefs Jürgen Hubbert. Das Vorgängermuseum aus dem Jahr 1961 war mit rund 500.000 Gästen pro Jahr für den Besucherandrang und wohl auch für das eigene Selbstverständnis zu klein geworden.

    Im Januar 2002 entschied man sich für den Entwurf der niederländischen "UN Studios" der Architekten Ben van Berkel und Caroline Bos. Im September 2003 begannen die Arbeiten an dem hohen Gebäude, das auf Basis einer Doppelhelix ohne geschlossene Räume und gerade Wände auskommt und dadurch einen besonders luftigen und weitläufigen Eindruck vermitteln will.

    Das Museum ist täglich außer montags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt acht Euro.

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