CLASSIC

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Rote Räder

Opel auf zwei Rädern: in der Ära vor General Motors lief die "Motoclub" vom Band, sie wurde das letzte Motorrad-Modell des Herstellers.

mid/kosi

Schon die Optik der Motoclub stach aus dem damaligen Angebot hervor: Das Fahrgestell, nach den Entwürfen des Künstlers und Erfinders Ernst Neumann-Neander gebaut, war ganz in Silber gehalten.

Nur der lederne Sattel, die Gummigriffe, der Schalthebel sowie auch die Reifen (!) leuchteten in einem kräftigen Rot.

Der Sitz wurde auf den Namen "Clubsessel" getauft, da er mit einem Luftkissen und Blattfedern für hohen Komfort sorgte. Angetrieben wurde die Motoclub von einem Einzylindermotor mit 500 ccm Hubraum.

Die Tourenversion verfügte über 12 kW/16 PS Leistung, die Supersport-Variante über 16 kW/22 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 105 km/h beziehungsweise bei 120 km/h.
Das Extravagante an dem Opel-Motorrad war jedoch nicht nur die Optik, sondern auch die Fertigungstechnik.

Zum einen wurde es am Fließband gebaut, das der Hersteller 1924 für seine Produktion etablierte. Zum anderen wurden neue Konstruktionen aus Pressstahlprofilen verwendet, die die zeitintensiven Schweiß- und Lötarbeiten unnötig machten. Dadurch konnte die Motorclub in nur vier Stunden zusammengebaut werden. Vorher lag die Montagezeit bei mindestens 15 Stunden.

Bereits seit 1901 hat Opel motorisierte Zweiräder gebaut. Als das Stammwerk in Rüsselsheim allerdings 1925 mit der Autofertigung ausgelastet war, wurde die Motorradproduktion gestoppt.

Einen Neuanfang ermöglichte die Übernahme der sächsischen Elite-Diamant-Werke Ende 1927, wo die Motoclub ins Leben gerufen wurde.

Doch die Erfolgsgeschichte währte nicht lang: Mit der Übernahme Opels durch General Motors im März 1929 wurde die Motorradfertigung in den Hintergrund gedrängt.

Der Börsencrash Ende des Jahres entzog dem Projekt den wirtschaftlichen Boden, so dass 1930 die Produktion der Motoclub nach 6.000 gebauten Einheiten eingestellt wurde.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Schiebung will geformt sein

Helden auf Rädern: Renault Estafette

Wenn sich ein Player nicht an die Spielregeln hält, muss man kreativ werden, um noch mitmischen zu können. Renaults Weg zum Estafette war etwas steinig und warf irgendwie alle Pläne über den Haufen, die man für die Marke hatte.

Wenig Auto, viel Design für viel Geld – eine Idee, die hätte funktionieren können. Die Optik eines Bonsai-Mercedes war für den Gurgel XEF dann aber doch zu wenig.

Der optimale Weg zum Traum-Oldtimer

Einen Oldtimer in die Niederlande importieren

Oldtimer aus Übersee sind in Europa sehr beliebt! Das liegt oft daran, dass es viele gewünschte Modelle hierzulande nicht gibt oder diese einen eher schlechten Zustand aufweisen. Ein Import aus den USA ist daher für viele Autoliebhaber eine valide Alternative und den Aufwand auf jeden Fall wert.

Sogar in der DDR wurde der kleine VW produziert

20 Mythen und Fakten über den VW Polo, die Sie noch nicht gekannt haben

Der Volkswagen Polo gehört zu den erfolgreichsten Kleinwagen und blickt auf eine lange Modellgeschichte zurück. Hier erfahren Sie mehr über den Polo und 20 Mythen und Fakten, die interessante Einblicke in seine Entwicklung, Technik und Besonderheiten geben.

Schon jetzt sind mehr als 100 Anmeldungen für die 28. Ausgabe der ARBÖ Classic (5. & 6. Juni) in der Admonter Gesäuse Region eingelangt - im September steigt dann die Austrian Rallye Legends.