CLASSIC

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Le Mans Classic

24 Stunden Abenteuer an der Sarthe

Ein klassisches Abenteuer erlebten Johannes Huber und sein Partner Erich Oelschlägel bei der diesjährigen Le Mans Classic.

Foto: Ecurie Vienne

Mit einem von HK-Engineering vorbereiteten Mercedes Benz 300SL Flügeltür #25 aus 1955 starteten die beiden die „24 Stunden“ auf dem Traditionskurs an der Sarthe. Im Grid 2 trafen sie dabei auf hochkarätige Konkurrenten auf ebensolchen Fahrzeugen wie zum Beispiel Jaguar C, D und XK Type, Aston Martin, Maserati, Austin Healey, Porsche, Triumph, Lotus, etc. Bereits im 1. Training am Freitag belegten Huber/Oelschlägel Rang zehn von 80 gewerteten Teilnehmer und konnten sich in der Night Session sogar bis auf den sechsten Rang vorarbeiten. Das erste Rennen verlief ebenso reibungslos wie bisher und konnte auf Rang 7 beendet werden. Im 2. Rennen steigerten sich Huber und Oelschlägel, hatten sich mit dem tadellos laufenden Gull Wing bestens vertraut gemacht und landeten auf dem ausgezeichneten fünften Rang.

Die bisherigen Zeitrückstände, speziell auf die besonders starken Jaguars, lagen im überschaubaren Rahmen. Naturgemäß fuhr Huber aufgrund seiner langjährigen Routine auch etwas schneller Rundenzeiten, doch Oelschlägel legte sich mächtig ins Zeug und konnte gut mithalten. Das dritte Rennen war gezeichnet von einem Wolkenbruch, so dass das Rennen hinter dem Safety-Car gestartet werden musste. Nach etlichen spektakulären Kämpfen mit den Jag`s und dem zweiten SL passierte der 300er SL #25 als erster die Ziellinie und Huber/Oelschlägel gewannen diesen Lauf in einer Zeit von 46,21.411 Minute und einem Vorsprung von 1,33.154 Minuten. Durch eine Unachtsamkeit beim Fahrerwechsel (Zeitfenster zum Wechsel wurde überschritten), wurde eine Strafe von fünf Runden ausgesprochen, was eine Rückreihung auf Rang 60 und Gesamt den 30 Platz bedeutete.

Doch dies hat ja bei so einem Event so wie so nur symbolischen Wert. Jeder ist allein durch die Teilnahme schon Sieger. Auf dieser Strecke, mit ihrer an jeder Ecke spürbaren Motorsportgeschichte, fahren zu dürfen ist ein besonderes Privileg. Besonderen Spaß hat man dabei, wenn man mit einem außergewöhnlichen Oldtimer die lange Hunaudières-Gerade meistert und durch den Dunlop-Bogen fährt. Einen solchen besonderen Oldtimer, den top vorbereiteten Mercedes Benz 300SL„Flügeltürer“ begeisterte selbst den eingefleischten Porsche- Fan und Kenner Johannes Huber.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Gutes Rezept, falscher Zeitpunkt

Helden auf Rädern: MG ZS 180

Als praktisch alles schon verloren war, lieferte MG Rover ein Paradebeispiel für cleveres Engineering. Vor allem, weil der ZS ursprünglich der Unsportlichste der Modellpalette war.

Die Opfer des Wunders

Helden auf Rädern: BMW Glas 3000 V8

Weil das Wirtschaftswunder schneller Wohlstand brachte, als es manche Firma recht war, griff Glas mit dem 3000 V8 gleich nach den Sternen. Dazu fehlte es dann aber doch an Strahlkraft.

Den Wahnsinn im Gepäck

Helden auf Rädern: Honda City

Japan und ihre Kleinwagen – eine Liebesbeziehung, die sensationelle Blüten trieb. Honda dachte zum Beispiel beim City schon früh über Probleme nach, die erst jetzt bei uns angekommen sind.

Wenn man ein simples Arbeitstier schon überzeichnet, dann bitte ordentlich. Dass dem Mazda Rotary Pick-up dennoch keine große Karriere zuteil wurde, lag vor allem am schlechten Timing. Aber auch am Charakterdarsteller Wankelmotor.