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Mit NFC-Chip gegen Oldtimer-Diebe

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Soll Oldtimer-Dieben das Handwerk legen: der NFC-Chip von Micare PS. Er macht Fahrzeuge über einen Registereintrag wiedererkennbar.

mid/wal; Foto: Missing Car Register

Begehrte Oldtimer gewinnen weiter an Wert. Darum dienen sie unter anderem als Geldanlage. Das wissen auch die Langfinger. Ein neuartiger Chip soll vor Diebstahl schützen. "Die Anzahl der Diebstähle von Oldtimern im Wert von 25.000 bis 150.000 Euro nimmt immer weiter zu", teilt der Chip-Hersteller Missing Car Register mit. Das Unternehmen führt ein Fahrzeugregister unter dem Markennamen Micare PS.

Neben der bestehenden Datenbank für gestohlene Klassiker bietet die Plattform auf www.micare-ps.com jetzt einen neuen Diebstahlschutz für Oldtimer an: NFC-Chips. NFC steht für Near Field Communication und wird für den Datenaustausch über kurze Distanzen genutzt - im Alltag zum Beispiel beim kontaktlosen Bezahlen mit der EC-Karte.

Auf den NFC-Chips ist eine URL gespeichert, die einen weltweit einmaligen Sicherheitscode beinhaltet. Diese URL lässt sich mit der frei erhältlichen NFC-App scannen und führt den Nutzer direkt zu seinem Fahrzeug im Register. So können Autos oder einzelne Teile davon, die nach einem Diebstahl wieder gefunden werden, schnell und eindeutig ihrem Besitzer zugeordnet werden. Ein weiterer Vorteil: Diese Vorgehensweise soll auch funktionieren, wenn Autodiebe die Fahrgestellnummer verfälscht oder herausgetrennt haben.

"Durch solche Manipulationen ist die juristisch zweifelsfreie Identifizierung eines Fahrzeugs auch für Gutachter häufig extrem schwierig und teilweise einfach unmöglich", sagt Martin Stromberg, selbst Gutachter und Geschäftsführer der Classic Data Marktbeobachtung. NFC-Chips lösten dieses Problem und würden darüber hinaus präventiv wirken: Zwar können sie einen Diebstahl nicht verhindern, aber der Hinweis auf ihre Verwendung, zum Beispiel mit einer gut sichtbaren, codierten Autoplakette am Fahrzeug, schrecke Kriminelle ab.

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