Classic

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

In Vielfalt und Zeitraum unübertroffen

Der VW Transporter feiert den 70er, kein anderes geschlossenes Nutzfahrzeug wurde über einen so langen Zeitraum gebaut, mit ein Grund des großen Erfolges ist die unglaubliche Vielfalt.

Stefan Schmudermaier

Am 8. März 1950 war es soweit, der erste Transporter des Typ 2 – als Typ 1 wurde übrigens der Käfer bezeichnet – verließ die Montagebänder des Stammwerks in Wolfsburg. Bis heute wurden unglaubliche 13 Millionen Fahrzeuge gebaut, eine beeindruckende Zahl zum 70. Geburtstag der Baureihe. Ausschlaggebend zum Bau des ersten Transporters war der spätere holländische VW-Generalimporteur Ben Pon im Jahr 1947. Der wollte eigentlich einen Transporter auf Käfer-Basis entwickeln, bekam dafür aber keine Zulassung in den Niederlanden, da die Ladung vor dem Fahrer untergebracht worden wäre. So zeichnete Pon eine Skizze des ersten VW Transporters in sein Notizbuch und prägte aufgrund der Form auch den Begriff „Kastenwagen“.

Entwicklung in Rekordzeit
Am 11. März 1949 wurde schließlich der erste Prototyp in den Dienst gestellt, der weder im Hinblick auf die Zuladung noch auf die Motorisierung überzeugen konnte. Erst ein zweiter Prototyp entsprach dann den Anforderungen. Die Geschwindigkeit der Entwicklung war für heutige Begriffe gigantisch. Nach knapp einem Jahr wurde das Fahrzeug am 11. November 1949 der Fachpresse vorgestellt, wenige Monate später dann der Serienanlauf. Einzig einen Namen hatte der Transporter noch nicht und so ließ sich VW die Bezeichnung „Bully“ als Wortmarke beim Patentamt schützen. Allerdings hatte sich ein anderes Unternehmen diese Namensrechte bereits früher gesichert und VW durfte ihn offiziell nicht verwenden. Die Bezeichnung „Bully“ – nach kurzer Zeit „Bulli“ geschrieben – bahnte sich dennoch den Weg in die Öffentlichkeit und der bekannte Spitzname war geboren. Erst 2007 gelang es Volkswagen Nutzfahrzeuge, sich die Patentrechte an der Wortmarke zu sichern, nun durfte der Begriff auch offiziell verwendet werden. Der heute als T1 bekannte Transporter wurde schnell zum Erfolg, schließlich verlangte die boomende europäische Wirtschaft nach Mobilität.

Große Variantenvielfalt
Schnell bemerkten auch Privatkunden die Vorzüge des Transporters und es dauerte nicht lang, da gab es Personentransporter ebenso wie Camping-Ausführungen von Westfalia. 1967 kam schließlich der T2 auf den Markt, 1979 folgte mit dem T3 der letzte Bulli mit Heckmotor, mit dem T4 wurde 1990 auf Frontmotoren umgestellt. Seit damals ist der in allen Ausprägungen beliebte Transporter mit jeder Generation weiter optimiert worden, bis hin zum Campingfahrzeug California.

Ähnliche Themen:

Weitere Artikel

Erneut necken die Bayern das Internet

BMW hat es schon wieder getan ...

"#prettyclose": Mit dieser kleinen, fiesen Botschaft erwidert BMW erneut die Versuche aus dem Bild zum kommenden M3 Touring (volgo "Kombi") zusätzliche Details zu entlocken.

Christian "Jordy" Jordanich blickt zurück auf ein erfolgreiches Rallycross-Wochenende in Fuglau, Ziel ist es, Roman Castoral nach 15 Jahren den Titel zu entreissen.

Motoren von BMW, Entwicklung bei Magna

Ineos Grenadier enthüllt; powered by Magna

Manchen ist der neue Defender einfach doch zu wenig hemdsärmelig. So auch Sir Jim Ratcliffe - der somit einfach seinen eigenen, inoffiziellen Defender-Nachfolger entwickelte. Und das mit tatkräftiger Unterstützung aus der Steiermark.

motorline.cc erhielt einen Text der AMF-Rallyekommission über die Pläne in Bezug auf Rettung der ORM 2020 und die Erstellung eines Covid19-Konzepts für Rallye-Veranstalter.