ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Elektrische Traumdeutung

Gleich mehrere chinesische Marken drängen derzeit mit Elektroautos auf den europäischen Markt, eine davon ist Build Your Dreams, kurz BYD. Wir haben uns das Kompakt-SUV Atto 3 näher angesehen.

Stefan Schmudermaier

In den letzten Jahren haben sich etliche chinesische Hersteller etabliert und bringen nun Produkte zu uns, die den Vergleich nicht zu scheuen brauchen. Jüngstes Beispiel ist BYD, die Dreambuilder – wie sie sich selbst bezeichnen – unter der Führung des ehemaligen Ford-Österreich-Generaldirektors Danijel Dzihic brennen heuer ein richtiges Modellfeuerwerk ab. Zum Start ist der hier getestete Atto 3 im Fokus, daneben gibt's mit Han und Tang eine Limousine und ein großes SUV im 70.000-Euro-Segment. Und auch Dolphin und Seal – Kleinwagen und Kompakt-Limo – stehen in den Startlöchern.

Viel Ausstattung, gute Verarbeitung
Zurück zum Atto 3. Das Design ist gefällig, innen gibt's viel Farbe und witzige Gimmicks. Was es noch gibt, sind eine hochwertige Materialwahl und eine sehr gute Verarbeitung, auch die Ergonomie passt. Die Qual der Wahl erspart einem BYD, es gibt den Atto 3 in den zwei Ausstattungsstufen Comfort und Design und in vier Farben. Bereits das Basismodell hat so ziemlich alles an Bord, was das Autofahren angenehm macht. Der Akku ist das Kernstück jedes BYD, schließlich ist das Unternehmen größter Batteriehersteller der Welt.

Im Falle des Atto 3 hat diese 60,48 kWh, was bei einem WLTP-Verbrauch inklusive Ladeverluste von 15,6 kWh gut für 420 Kilometer ist. 17,1 kWh waren es auf unserer Testrunde, hochgerechnet also rund 350 Kilometer. Geladen wird nicht ganz so flott mit maximal 88 kW, zehn auf 80 Prozent dauern 44 Minuten. Dreiphasig mit Wechselstrom dauert das Vollladen 6:30 Stunden. Nachholbedarf gibt's softwareseitig. Von Übersetzungsfehlern abgesehen, funktioniert die Sprachsteuerung nur auf Englisch, schwerwiegender ist die in beiden Stufen viel zu schwache Rekuperation, die Energie liegen lässt. Ein erwartetes Update soll hier Abhilfe schaffen.

Last but not least der Blick in die Preisliste, 37.825 Euro netto sind kein Schnäppchen, in Anbetracht der Serienausstattung aber O. K. Die Design-Ausstattung kostet 2.000 Euro mehr.

Technische Daten
Audi RS e-tron GT

Leistung | Drehmoment 598 PS (440 kW) | 830 Nm
0–100 km/h | Vmax 7,3 s. | 160 km/h
Getriebe | Antrieb 1-Gang aut. | Frontrad
Reichweite (max.) | Batterie 420 km (WLTP) | 60 kWh netto
Ø-Verbrauch 15,6 kWh/100 km (WLTP)
Ladedauer AC | DC ca. 6:30 h | ca. 44 min (80 %)
Kofferraum | Zuladung 440–1.338 l | 410 kg
Garantie Fahrzeug | Batterie 2 Jahre/8 Jahre 160.000 km
Basispreis | NoVA 39.825 (inkl.) | -

Das gefällt uns: Verarbeitung, Materialwahl, Design
Das vermissen wir: stärkere Rekuperation, Software-Update
Die Alternativen: VW ID.4, Tesla Model Y, MG ZS, Kia e-Soul

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

BYD ATTO 3 Design im Test

Weitere Artikel:

Erstmals testet Mer Austria Batteriespeicher in Spital am Semmering, was zu mehr Ladeleistung zu Stoßzeiten führen soll. Partner dabei ist der Stromspeicher-Hersteller Fenecon.

Elektroauto-Reifen: verschiedene Ansichten

Wie gemacht für E-Autos

Manche Reifen sind es tatsächlich, sie wurden für den Einsatz auf Stromern konzipiert. Andere sind wiederum einfach so „EV Compatible“. Außerdem blicken wir schon jetzt in die Zukunft!

Smatrics und BOE Garagen kooperieren

Parken und laden im urbanen Raum

Stehzeiten nutzen, ohne zusätzliche Ladestopps einzuplanen. Und dazu noch eigene Tarife, wo acht Stunden lang keine Blockiergebühr anfällt. In Wien und Graz werden die ersten BOE-Garagen mit AC-Ladepunkten von Smatrics ausgerüstet.

Patrick Friesacher: 1:56.414 im Serien-XPower

MG stellt Red-Bull-Ring-Rekord auf

Als Red-Bull-Ring-Instruktor kennt Friesacher die Rennstrecke wie seine Westentasche: Nun holte der ehemalige Formel-1-Pilot für MG den Rekord für ein serienmäßiges Elektroauto.

Der lang ersehnte Elektro-Pick-up von Elon Musk kommt zu uns. Auf der Tour mit 100 Stopps in 20 Ländern ist er vom 23. bis zum 25. Mai in Wien und vom 29. Mai bis zum 1. Juni in Salzburg zu sehen. Infos bekommst du auch zu den anderen Stopps.

Citroën ë-C3 – schon gefahren

Die Franzosen knacken die 25.000-Euro-Grenze

Unter dem Wahlspruch "Mobilität für alle" bringt Citroën ein Elektroauto unter 25.000 Euro aus Europa auf den Markt. Dieses wirkt noch dazu ganz schön erwachsen – auch beim Fahren – und bietet Passagieren und Gepäck reichlich Platz.