ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Q4 e-tron mit Recycling-Scheiben
Audi

Bei Audi bleibt das Glas im Kreislauf

Ab Herbst tragen die Elektro-SUV in Serie Windschutzscheiben mit Vorleben: Mit "GlassLoop" hat Audi dieses Jahr den Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte eingeheimst.

Mag. Severin Karl

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sind in aller Munde, schließlich wurden wir uns gerade in den letzten Jahren – Stichworte: Lieferketten, Abhängigkeiten, Krieg … – noch einmal drastisch bewusst, dass wir auf Rohstoffe achten müssen. In Berlin wird dazu ein eigenes Event abgehalten: Das Greentech Festival findet dieses Jahr vom 14. bis zum 16. Juni auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegelstatt und wird bereits seit 2020 von Audi als Founding Partner unterstützt.

Audi bei der Nachhaltigkeitskonferenz

Wie sich Materialkreisläufe in der Serienproduktion umsetzen lassen, zeigt Audi dort zusammen mit Reiling Glas Recycling, Saint-Gobain Glass sowie Saint-Gobain Sekurit mit dem Projekt „GlassLoop“. Ein Jahr dauerte es, bis die Partner in Tests herausgefunden haben, wie man aus defektem Autoglas neue Windschutzsscheiben für den Audi Q4 e-tron herstellen kann. Nun ist man bei der Serienreife angelangt, die Beschreibung von Audi:

"Die Autoscheiben werden mittels eines innovativen Recyclingprozesses zunächst zerkleinert. Anschließend werden alle glasfremden Bestandteile wie Kleberreste aussortiert. Das so gewonnene Glasgranulat schmelzen die Partner ein und führen es dem Herstellungsprozess für automobiles Flachglas zu. Der Sekundäranteil des so hergestellten Glases liegt bei bis zu 30 Prozent. Es sollen so viele Scherben bereitgestellt werden, dass ein Rezyklat-Anteil über die gesamte Serienlaufzeit des Audi Q4 e-tron gesichert ist – auf Basis der aktuell geplanten Produktionszahlen. Ab September 2023 sollen die so hergestellten Windschutzscheiben für die Produktion des Audi Q4 e-tron verwendet werden."

Prämiertes Projekt

Laut Philipp Eder, Projektleiter für Kreislaufwirtschaft in der Lieferkette bei Audi, ist das Ziel die Senkung des Verbrauchs von Primärrohstoffe sowie die Vermeidung von Downcycling etwaiger nicht mehr reparierbarer Autoscheiben. Als einer von drei Preisträgern hat Audi den Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte damit bereits gewonnen.

Wo es ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist, will Audi künftig verstärkt auf den Einsatz von Sekundärmaterial achten. „Unser Ziel ist es, so viele Materialien wie möglich auf einem hohen Qualitätsniveau zurückzugewinnen, um sie in unserer Produktion erneut verwenden zu können“, sagt Markus Duesmann, Vorsitzender des Vorstands der Audi AG.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Schnellladestationen für Autobahnraststätten

Fastned baut Deutschlandnetz weiter aus

An 34 bislang unbewirtschafteten Autobahnraststätten in Deutschland wird Fastned künftig Schnellladestationen errichten. Bis 2030 will das Unternehmen 1.000 Schnellladestationen europaweit ans Netz gebracht haben.

Neue Zusammenstellungen bei Mini

Das ist der Classic Trim des Cooper E

Essential, Classic, Favoured, Works – so lauten die neuen Trims bei Mini. Wir picken die zweite Variante heraus und präsentieren ein Exempplar des Cooper E in Sunny Side Yellow mit Kontrastdach und Spiegelkappen in Weiß.

Kleines Elektroauto im frischen Look

Dacia Spring innen wie außen neu gestaltet

Das derzeit günstigste Elektroauto auf dem Markt macht sich frisch für den Frühling: Der Dacia Spring bieten eine neue Außenerscheinung, ein lässiges Cockpit, drei Ausstattungslinien, zwei Motorenoptionen und sechs Lackierungen.

e-Niro jahrelang in Feldkirch unterwegs

E-Taxis schrauben Kilometer

In Österreich beträgt der Jahresschnitt beim Autofahren – je nach Quelle – etwa 9.000 bis 13.000 Kilometer. Taxis fahren mehr, das ist klar. Elektro-Taxis sind keine Ausnahme, wie das Unternehmen Taxi4you beweist.

Letzte Tests für den kleinen Alpine-Sportler

Alpine A290 braucht länger als der Renault R5

Die zivile Version mit dem Renault-Rhombus kommt früher auf den Markt als das Pendant der Sportmarke Alpine. Der A290 wird noch ausgiebig auf seine Performance getestet. Gut so!

Mit dem VZ lasst es Cupra krachen

Der Born erstarkt auf 326 PS

Beim Born VZ spricht Cupra von einem Bestellstart ab Mitte 2024. Der sogenannte Tribe wird sich schon die Zähne lecken, handelt es sich doch um den sportlichsten E-Kompakten der Marke.