FAMILIENAUTOS

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Outlander 2020 –  Lizenz zum Laden
Alexander Seger

Mitsubishi Outlander PHEV im Familienautostest

SUV sind beliebt, Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge zukunftsweisend. Zwei gute Gründe, den Mitsubishi Outlander PHEV in den Familienauto-Test zu schicken. Unsere profilierten Tester sind Petra und ihre beiden Jungs Niklas und Lukas.

Alexander Seger

Kinder, wie die Zeit vergeht: Lukas und Niklas nehmen bereits zum vierten Mal ein Familienauto unter die Lupe. Mit dem Älterwerden haben die beiden Profi-Tester ihre Prioritäten einem Upgrade unterzogen – waren bisher die USB-Ladebuchsen für ihre elektronischen Zeitvertreiber von großem Interesse, hat sich heuer die Neugier auf andere Steckdosen konzentriert. Nämlich auf die ungewöhnlichen Anschlüsse hinter der Tankklappe. (Ein Glück für den Outlander, der hat nämlich keine USB-Buchsen für die Passagiere der zweiten Reihe.)

An der Haushaltssteckdose nur ein paar Stunden
Unter dem Kofferraumboden liegen zwei sauber zusammengerollte Ladekabel, mit denen sich trefflich Schabernack treiben lässt – aber nicht nur. Nach dem Fotoshooting im Bond-Style schalten wir die Ladesäule per Smatrics-Karte frei. So kann der Outlander über den CHAdeMO-Stecker an der Schnellladestation zügig Strom ziehen, auf dass die leere 13,8-kWh-Batterie bei Idealbedingungen in lediglich 25 Minuten wieder zu 80 Prozent geladen ist. Perfekt für die kleine Pinkelpause zwischendurch, fast schon zu kurz für einen Bummel durch jenes schwedische Möbelhaus, das man selten mit leeren Händen verlässt. Außer Haus zu laden ist nach wie vor ein vergleichsweise teures Vergnügen, denn verrechnet wird die Zeit, die der Wagen angesteckt ist. An der Haushaltssteckdose sind es, abhängig von der im Sicherungskasten möglichen Stromstärke, ein paar Stunden. Über Nacht ist der Lithium-Ionen-Akku aber fix wieder voll.

Schlaue Elektronik
Zwei Elektromotoren, einer an jeder Achse, machen aus dem feschen SUV ein flüsterleises Familienelektroauto, mit dem man typische Alltagswege emissionsfrei zurücklegen kann. Der 2,4-Liter-Benziner schaltet sich erst dazu, wenn besonders viel Energie für starkes Beschleunigen oder zum Erklettern von Steigungen abgerufen wird – oder wenn während der Fahrt der Ladezustand der Batterie zur Neige geht. (Je nach Beanspruchung und Außentemperatur schafft der Outlander zwischen 30 und 45 elektrische Kilometer.) Dann treibt der Verbrenner einen Generator an, um während der Fahrt frischen Strom zu erzeugen. Erst bei Geschwindigkeiten, die in Österreich bereits strafbar sind, wird der Motor als Hauptantrieb eingesetzt; die Elektromotoren sind dann nur mehr unterstützend aktiv. Der Wechsel zwischen den drei Betriebsmodi findet so sanft statt, dass man auf den Zeiger im linken Rundinstrument und die PHEV-Anzeigen auf den elektronischen Displays angewiesen ist: Sie verraten die aktuelle Antriebsart. Da die schlaue Elektronik die Antriebskraft und das Drehmoment zwischen Vorder- und Hinterachse aufteilen kann, ist der Outlander PHEV als Allradler für winterliche Fahrbedingungen perfekt vorbereitet. Da steht dem Skiurlaub nichts mehr im Weg!

Die Familie strahlt ob Laderaum und Lautlosigkeit
Auch der großzügig bemessene Innenraum ist familienfreundlich, denn es gibt bekanntlich immer etwas zu transportieren. Bei umgelegter Rückbank könnten die Buben sogar bequem nebeneinander übernachten. Lukas passt außerdem schon recht gut auf den Fahrersitz, wenngleich er sich noch ein paar Familienauto-Ausgaben gedulden muss, bevor er selbst mit der Fahrschule beginnen darf. Für die Fahreindrücke ist daher Petra, die stolze Mutter der Buben, verantwortlich. Fuß auf die Bremse, Startknopf drücken, und los! Die Reifen knirschen leise, das elektronische Fahrgeräusch zur Warnung sehbehinderter Personen hebt an, und der Outlander rollt los. Petra strahlt, die lachenden Buben winken, und der Outlander wird immer kleiner. Hoffentlich bringen sie ihn uns wieder zurück!

Mitsubishi Outlander PHEV Diamond in Daten & Fakten

Preis: 47.675,– € (Basismodell ab 39.995,– €) 135 PS/99 kW Benzinmotor und 82 PS/60 kW bzw. 95 PS/70 kW vorne bzw. hinten Elektromotor | 0–100 km/h in 10,5 sec | Antrieb: Automatik | Ø Verbrauch lt. Hersteller (im Test): 2,0 (5,4) /100 km | Ø CO2-Emission lt. Hersteller: 46 g/km | Kofferraum: 463–1.602 | 5 Sitzplätze | 2 kindersitztaugliche Fondplätze

Resümee: Der erste Plug-in-Hybrid-SUV der Welt mit Allradantrieb ist mit 45 km elektrischer Reichweite absolut stromalltagstauglich.
Was uns gefällt: Dank Boni 32.995,– € Aktions-Einstiegspreis
Was uns fehlt: USB-Buchsen im Fond
Familienbonus: extra viel Platz und geräuschlose Fahrt

Ähnliche Themen:

Weitere Artikel:

Beliebte Spanier im neuen Design

Facelift für Seat Ibiza und Arona

Sowohl der Seat Ibiza als auch der Seat Arona sind in den Top 10 in Österreich zu finden. Mit einer ordentlichen Auffrischung machen sich der Kleinwagen und der SUV zukunftsfit.

Reif für den Praxiseinsatz

Test: Citroën e-Jumpy

Der Citroën e-Jumpy stellt eindrucksvoll unter Beweis, wie praxistauglich ein Elektro-Nutzfahrzeug sein kann.

Sind für E-Autos spezielle Felgen notwendig?

Reifen und Felgen bei E-Autos – was zu beachten ist

Elektro-Autos sind, im Vergleich zu konventionell angetriebenen Fahrzeugen, in vielerlei Hinsicht anders. Bedeutet das auch, dass bei den Rädern ebenfalls neue Regeln gelten? Wir haben nachgeforscht.

Rollsplit und schlechte Haftung als Frühlingsgefahren

So gelingt der Saisonstart ohne Unfall

Gerade zu Beginn des Frühlings ist die Gefahr eines Unfalls am höchsten, Der ÖAMTC bietet eine VIelzahl an Sicherheitstrainings an, die in einzelnen Bundesländern sogar gefördert werden.