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So packen Sie richtig!

Die besten Tipps fürs Verreisen mit dem Auto

Ob schnell mal zum Shoppen oder auf große Urlaubsfahrt: Einkaufstaschen und Reisegepäck sollten im Auto sachgemäß transportiert werden. Wir haben die besten Tipps, damit Sie und Ihre Kinder sicher ankommen!

Petra Walter

Wussten Sie, dass ein Smartphone, das ungesichert im Auto liegt, bei einer Vollbremsung zu einem lebensbedrohenden Geschoß werden kann? Nein? Damit sind Sie nicht allein, denn schauen Sie einmal in fremde Autos hinein, was sich dort freiliegend und bevorzugt auf Beifahrer- oder Rücksitzen befindet: vom Handy, fetten Schlüsselbunden und Laptop über Regenschirm bis hin zu Werkzeug und Handtaschen. Ziemlich fahrlässig, da ungesicherte Ladung bei einem
Unfall mit etwa 50 km/h das bis zu 50-Fache ihres Gewichts erreichen kann! Aus einem etwa 100 Gramm leichten, harmlosen Handy wird somit ein gefährlicher 5-Kilogramm-Brocken, der locker Knochen brechen und Scheiben durchschlagen kann.
Und nun stellen Sie sich dieses Szenario mit einem 25 Kilogramm schweren Koffer vor, dazu ein Paar Schischuhe oder einen Fahrradhelm – und Ihre Kinder auf der Rückbank … Damit Ihre Traumreise also nicht zum Alptraum wird, haben wir die wichtigsten Tipps für sichere Beladung Ihres Fahrzeugs zusammengefasst.

Ab nach hinten!
Grundsätzlich gilt: Egal, ob man „nur schnell“ einkaufen oder mit der Familie auf Reisen fährt, Gepäck muss so verstaut sein, dass es sich bei Fahr- und Bremsmanövern nicht selbstständig macht. Schweres – wie Koffer und Taschen – gehört also nicht auf den Rücksitz, sondern am besten in den Kofferraum und dort unten und an der Rückseite der hinteren Sitzbank platziert.
Alternative ist der (freie!) Fußraum vor dem Beifahrersitz oder vor der Rückbank. Auf Rücksitzen sollte Gepäck nur ausnahmsweise und nur dann befördert werden, wenn es mit Zurr- oder Sicherheitsgurten gesichert ist.
Kleine Utensilien, die Sie jederzeit griffbereit haben möchten wie Handy, Geldbörse oder Getränk, sollten in dafür vorgesehenen Halterungen, Tür-Ablagefächern oder im Handschuhfach verstaut werden.
Tipp: Taschen oder Einkaufskörbe, die lose Teile enthalten, sollten verschlossen oder zugedeckt werden.

Zu ebener Erde und …
Da bei vielen Familienautos der Kofferraum meistens nicht vom Fahrgastraum getrennt ist, empfiehlt es sich, ein Trenngitter oder zumindest ein Trennnetz anzubringen. Keinesfalls sollte über die Höhe der Rücklehne gepackt und immer die Gepäckraumabdeckung geschlossen werden. Abgesehen davon, dass die Sicht nach hinten frei bleiben soll, kann einem Fondpassagier sonst bereits beim herkömmlichen Bremsen das Ladegut auf den Kopf rutschen.
Die Faustregel beim Beladen: Schweres zuunterst, Leichtes zuoberst. Zusätzliche Sicherheit bieten Gurte, mit denen sämtliche
Gegenstände über Kreuz verschnürt und in entsprechenden Zurrösen befestigt werden.
Tipp: Decken Sie die gesamte Ladung vor dem Verzurren mit einer Decke ab, das erleichtert das Befestigen.

Es lebe der Sport.
Sportgeräte wie Schi, Snowboard oder sperrige Lasten werden am besten in der Dachbox transportiert, Fahrräder auf Fahrradträgern. Allerdings sollten Schi und Snowboard auch in der Box fixiert werden, da sie sonst in heiklen Fahrsituationen zur ­Gefahr werden können.
Tipp: Achten Sie beim Beladen auf die maximal zulässige Nutzlast der Dachbox sowie die erlaubte Dachlast des Autos.

Zahlt sich aus.
Nicht gesicherte Ladung kann übrigens mit empfindlichen Geldstrafen geahndet werden oder auch zu Weiterfahrverbot führen. Die Handtasche auf dem Rücksitz zählt nicht dazu, eine falsch beladene Dachbox, die den Verkehr gefährden kann, schon. Denken Sie vor Antritt der nächsten Fahrt also daran, dass die richtige Sicherung meist nur ein paar Minuten dauert, Geld spart und im Ernstfall Leben retten kann!

Wie Sie relaxt reisen
Damit auch lange Autofahrten ein Vergnügen bleiben, haben wir die wichtigsten Anregungen für Sie zusammengefasst.
Das empfehlen wir
• Weichen Sie aus. Fahren Sie nicht am klassischen Reise-Samstag, wenn alle fahren, sondern Tags zuvor oder danach oder zumindest zu anderen Uhrzeiten.
• Route mit Aussicht. Wählen Sie eine Strecke, die unter Umständen etwas länger, dafür aber staufrei und landschaftlich schön ist (auch wegen der Fahrtpausen ideal!).
• Machen Sie sich’s bequem. Je länger die Fahrt, desto bequemer sollte die Kleidung sein. Auch geeignetes Schuhwerk erleichtert das Reisen.
• Pausenclown. Alle zwei Stunden ist eine 10- bis 15-minütige Rast sinnvoll. Machen Sie ein paar Schritte, springen Sie auf und ab, lassen Sie die Kinder austoben.
• Spenden Sie Schatten. Wer hinten keine getönten Scheiben hat, kann sich mit Sonnenrollos oder einem eingeklemmten Handtuch behelfen.
• Wasser marsch. Trinken Sie viel und lassen Sie auch Ihre Kinder
ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, selbst wenn dies mehr Klopausen bedingt. Zu wenig Flüssigkeit bei großer Hitze führt u. a. zu Kreislauf­schwäche und Sehbeschwerden – die Unfallgefahr steigt dadurch enorm.
• Teddy an Bord. Denken Sie an das Lieblingskuscheltier und geeignete Spiele (mehr dazu auf Seite 96) für den Nachwuchs. Lange Fahrten werden dadurch viel erträglicher.
• In Reichweite. Halten Sie neben Getränken, Taschentüchern und einem Paket Feuchttüchern auch stets zwei Sackerln griffbereit. Eines für den Müll, das andere, falls ein Kind erbrechen muss.
• Ein Löffelchen Medizin. Verpacken Sie diese griffbereit bzw. achten Sie beim Packen darauf, dass die Autoapotheke nicht zugeräumt wird.

Davon raten wir ab
• Vermeiden Sie Zugluft. Offene Fenster und Schiebedach sind gut gemeint, ersetzen jedoch nicht das Frischluftschnappen zwischendurch. Mitunter holen sich Fondpassagiere dadurch sogar eine kräftige Erkältung.
• Schweinsbraten adé. Schweres Essen belastet beim Sitzen, snacken Sie und Ihre Familie daher auf Reisen am besten leichte Kost wie Gemüse und Obst.
• Kein Essen während der Fahrt. Auch wenn es noch so zeitsparend ist: Lassen Sie Ihre Kinder während der Fahrt nur essen, wenn Sie jederzeit anhalten können. Selbst am softesten Riegel können sich die Kleinen verschlucken – und dann ist rasche Hilfe angesagt.
• Achtung, Splitter. Verwenden Sie im Innenraum keine Glasflaschen (Bruchgefahr).

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