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Ich will keine Schokolade …
Christian Houdek

Škoda Karoq im Familienautostest

… sondern lieber einen Schkoda. So schreibt man den Škoda Karoq zwar nicht, aber man spricht ihn so aus. Test-Papa Rainer und seine Töchter Carina und Anna haben jedenfalls beinahe auf die Jause mit Schokokuchen vergessen, so vertieft waren sie ins Erforschen des Karoq.

Petra Walter

Bitte sagen Sie nicht Yeti-Nachfolger. Auch nicht ,Kodiaqs kleiner Bruder‘. Das hat der Škoda Karoq nicht verdient. Er ist, bei allen verwandtschaftlichen Verbindungen und Ähnlichkeiten, ein eigenständiges Modell. Wenn auch sehr klassisch in den SUV-Proportionen. Mit markanten Kanten und typischem Škoda-Frontgrill. Und: Er ist aus vielerlei Hinsicht eines der praktisch­sten und propersten Kinder-Mobile, das man sich vorstellen kann. ­Bereits in der Basisausstattung, wie wir in unserem FAMILIENAUTOS-Test ­feststellten.

Größer, als du denkst
Obwohl er deutlich kürzer ist als sein Konzernbruder VW Tiguan, ist der Karoq beinah ebenso geräumig: stolze 521 Liter (beim Tiguan sind es 615) fasst das Karoq-Hinterteil bei aufgestellten Rückenlehnen und normal positionierten Rücksitzen, in seiner Klasse eine Top-Dimension, sowohl Urlaubskoffer als auch Sportutensilien passen locker-flockig hinein. Unsere Testmädels Anna und Carina testeten den Kofferraum ebenfalls – auf genügend Platz zum Krabbeln. Das Resultat: „Da ist sooo viel Platz, da können wir ja auch drin schlafen!“

Erwähnenswert bei der „Rückbank“, die aus drei Einzelsitzen besteht: Jeder der drei einzelnen Sitze kann separat umgeklappt oder auch entfernt werden. Mit diesem Sitzsystem VarioFlex lässt sich die ohnehin enorme Kofferraumkapazität bis zu 1.605 bzw. 1.810 Liter steigern – wow, sehr clever, das Möbeltransporter-Ausleihen gehört damit der Vergangenheit an!

Apropos clever …
Der Passagierraum punktet, wie könnte es anders sein, als echter Škoda, mit den vielen Simply-Clever-Details, die Anna und Carina ebenso interessierten und faszinierten wie Papa Rainer. Praktische Ablagen für Getränke, Sonnenbrillen oder Schlüssel gibt es überall. In der Mittelkonsole befinden sich ein Aufbewahrungsnetz und im Staufach ein separater „Organizer“ für noch mehr Ordnung. Nicht zu vergessen Klassiker wie das Mistküberl in der Seitentür oder die Klemme für Parkscheine in der Windschutzscheibe. Und: Auch der Kofferraum birgt pfiffige Extras für den Alltag. Die Beleuchtung lässt sich als Taschenlampe verwenden, an den Seiten gibt es jeweils eine Schiene mit verschiebbaren Haken zum Anhängen von Taschen.

Was zum Winken
Konnektivität wird bei Škoda großgeschrieben, auch im Karoq. Dank SmartLink (MirrorLink, Apple CarPlay und Android Auto) lässt sich jedes Smartphone verbinden, das übrigens sicher in der praktischen Telefonbox vor dem Schalthebel ruht, wo es – sofern es das Handy kann – kabellos während der Fahrt aufgeladen werden kann.
Škoda Connect bietet zwei Dienste an: Infotainment Online – damit lassen sich Navigations- und Informationsdienste in Echtzeit nutzen; mit Care Connect können Sie per Fernzugriff auf Ihren Karoq zugreifen und zum Beispiel aus der Ferne die Standheizung aktivieren oder deaktivieren.
Der großer Touchscreen kann auch mit Gestensteuerung betrieben werden. Das kann man mögen oder auch nicht, so präzise wie Berühren oder an Knöpfen drehen oder drücken ist es jedenfalls nicht. Das Fuchteln sorgt allerdings immer wieder für Begeisterung bei Kindern und mitfahrenden Freunden. Wer noch mehr Aufsehen erregen will, bedient Navigation, Telefon und Medien mittels Spracheingabe, die ­ausgezeichnet funktioniert.

Im Zeichen der Sicherheit
Ohne Fahrerassistenzsysteme geht heutzutage gar nichts mehr. Die elektronischen Helfer sind aber auch wirklich tüchtig und machen auf mögliche Gefahren aufmerksam. Mein absoluter Favorit unter der großen Schar der dienstbaren Fahrhilfen: der adaptive Tempomat, der sich hier Geschwindigkeitsregelanlage mit automatischer Distanzregelung nennt (bei unserem Testmodell im Ambition-Paket dabei). Beim Schaltgetriebe funktioniert er zwischen 25 und 160 km/h und hält den eingestellten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.
Bei Fahrzeugen mit Doppelkupplungsgetriebe ist der Stau-Assistent empfehlenswert. Dieser steuert Motor, Bremsen und Lenkfunktion und sorgt dafür, dass das Fahrzeug den Bewegungen der umgebenden Fahrzeuge angepasst losfährt, bremst oder die Fahrtrichtung verändert (funktioniert bei Geschwindig­keiten bis zu 60 km/h).

Fein zu fahren
Welcher ambitionierte Autofahrer kennt das nicht: Kaum sind Kinder im Haus, erfährt das Autofahren eine andere Wertigkeit. Auf sicheres und komfortables Reisen und Am-Ziel-Ankommen wird meist mehr Wert gelegt als auf dynamisches Fahren. Das Schöne beim Škoda ­Karoq: Mit ihm ist beides möglich, auch in der uns vorliegenden kleinen 115-PS-Motorisierung. Spritzig und wendig stechen wir mit dem Karoq durch die Stadt, in der er sich aufgrund seiner kompakten Maße auch in den engsten Gassen wunderbar macht. Auf Landstraße und Autobahn ist der Karoq ausreichend bequem.
Neben den vielen Simply Clever Features, die wirklich viele Alltagssituationen erleichtern, gefällt uns beim Škoda Karoq das tolle ­Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch wenn er kein Schnäppchen ist und man für ­einen Karoq in Top-Ausstattung mit ein paar Extras schon ­einiges hinlegt: Die Relation, für welches Geld man Top-Sicherheitsfeatures, schlaue Extras und ein ­insgesamt gutes und schönes Familien-SUV erhält, stimmt.

Škoda Karoq Ambition TSI in Daten & Fakten

Preis: 30.862,76 € (Einstiegspreis ab 28.480,– €) | Leistung: 115 PS/85 kW | 0–100 km/h in 9,3 sec | Getriebe: Sechsgang-Schalter | Ø Verbrauch lt. Hersteller (im Test): 4,5–5,6 (7,1) /100 km | Ø CO2-Emission lt. Hersteller: 117–134 g/km | Kofferraum: 521 | 5 Sitzplätze | 2kindersitztaugliche Fondplätze

Resümee: Das ideale Einsteiger-SUV für junge Familien mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und viel Raum in kompakten Maßen
Was uns gefällt: die Simply Clever Features, what else!
Was uns fehlt: wir ziehen ein Modell mit DSG vor
Familienbonus: elektrische Heckklappe (empfehlenswerter Teil der Mehrausstattung)

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