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Interlagos-Verkauf: Drei Parteien verhandeln

Wird Bernie Ecclestone zum Promoter des Brasilien-Grand-Prix? Neben ihm sind offenbar zwei Firmenkonsortien interessiert - Massa-Rücktritt kein Problem.

Im Verkaufspoker um das Autodromo Carlos Pace - der Formel-1-Rennstrecke vor den Toren Sao Paulos, auf der am Wochenende der Brasilien-Grand-Prix ausgetragen wird - haben drei Parteien Interesse angemeldet. Nach Informationen von motorline.cc handelt es sich um zwei Konsortien brasilianischer und internationaler Firmen sowie um den ehemaligen Serienboss Bernie Ecclestone. Die Streckenverantwortlichen bleiben auf Nachfrage schmallippig und wiegeln ab.

Promoter Tamas Rohonyi spricht von einem "laufenden Prozess" und verspricht, dass der derzeitige Besitzer weiter die notwendigen Investitionen in die Anlage tätigen würde, um die Königsklasse zu halten. Die Stadt Sao Paulo gerät angesichts der strauchelnden Wirtschaftslage in Brasilien aber zunehmend unter Druck: "Die aktuelle Phase der Umgestaltung hat vor drei Jahren begonnen und sie wird sich bis 2018 ziehen. Die neue Boxenanlage wird vor dem nächstjährigen Rennen gebaut."

Weil die Bahn in Interlagos dann fit für eine Zukunft mit Formel-1-Rennen wäre, ist sie für die potenziellen Käufer interessant. Schließlich mangelt es in Brasilien nicht an Begeisterung für Motorsport, in den kommenden Tagen wird ein fast ausverkauftes Haus erwartet - es sollen so viele Zuschauer kommen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Dazu läuft der Vertrag mit der Königsklasse noch bis einschließlich 2020. Ein neuer Besitzer müsste sich verpflichten, eine Verlängerung anzustreben.

Rohonyi ist überzeugt, dass die Menschen noch nach Interlagos strömen würden, wenn nach dem Rücktritt Felipe Massas kein Brasilianer mehr mitfährt - schließlich ist ein Nachfolger nicht in Sicht: "Die Leute kommen, weil sie Motorsport lieben", argumentiert der Promoter. "Sie lieben die Formel 1 und wollen die besten Piloten erleben. Sie wünschen sich Geschichten, die sie noch ihren Enkelkindern erzählen können."

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