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Formel 1: Analyse

Alternative zur Rückversetzung gesucht

Die Formel-1-WM sucht nach alternativen Lösungen für Strafen: Weniger Trainingszeit, "Stop & Go" im Qualifying oder Negativpunkte?

Liberty Media, Mehrheitseigner der Formel-1-WM, sucht nach Alternativen zu Rückversetzungen in der Startaufstellung. In einer Fanumfrage wurden anderen Optionen zur Auswahl gestellt, um Fahrer bzw. Teams nach Motor- oder Getriebewechseln zu bestrafen.
Die Zuschauer seien mit dem derzeitigen Bestrafungssystem nicht zufrieden, daher würden Alternativen abgefragt, die spezifische Merkmale erfüllen müssten, hieß es dort.

Diese Alternativen sollen einfach zu verstehen sein, außerdem nur einen vorübergehenden Rückschlag für den Fahrer bedeuten. Dennoch müssten die Piloten am Qualifying teilnehmen können. Unabhängig davon sollten die Optionen keine finanzielle Relevanz haben. Als Beispiel für eine andere Art der Strafe wird angeführt, die Zeit im freien Training zu beschränken. Das kann bedeuten, die Menge an Reifensätzen zu reduzieren oder die tatsächliche Fahrzeit auf der Strecke zu minimieren, um es dem Fahrer schwerer zu machen, das richtige Setup zu finden.

Eine weitere Idee: die Bestrafung während des Qualifyings. Ein Pilot könnte etwa mit Ballast im Auto auf Zeitenjagd geschickt werden, weniger Energie im ERS zur Verfügung haben oder kein DRS verwenden dürfen. All das soll dazu führen, dass die Rundenzeit langsamer wird und die Startposition dementsprechend schlechter. Weitere Bestrafungsmöglichkeiten, die zur Auswahl standen: die Zeit, die ein Team im Windtunnel verbringen darf, zu verkürzen; auch eine Stop-and-Go-Strafe könnte für den Fahrer schlagend werden, die er im Rennen jederzeit absitzen kann.

Ebenso wird der Vorschlag von Strafpunkten angeführt. Diese Variante wurde bereits in der Vergangenheit diskutiert. Diese Punkte könnten entweder auf einen Fahrer oder ein gesamtes Team entfallen, je nachdem welcher Verstoß begangen wurde. Allerdings wird angemerkt, dass für kein anderes Vergehen in der Formel-1-WM Strafpunkte verwendet werden.

Erfolgte ein Verstoß zu spät am Rennwochenende, könnte die Strafe erst am darauffolgenden Wochenende abgesessen werden. Schon seit einigen Jahren stehen die Strafversetzungen in der Kritik, mit Einführung der Hybridmotoren 2014 wurde das Problem verschärft. Bereits im Vorjahr hatte der neue Sportchef Ross Brawn von einer Farce gesprochen, als McLaren-Honda während der Saison knapp 400 Strafplätze anhäufte. Seitdem sucht Liberty nach Alternativen.

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