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Formel 1: News

Brexit: Richards warnt britische Teams

David Richards, Chef der britischen Motorsportbehörde, warnt die in Großbritannien ansässigen Teams vor den Folgen eines harten Brexit.

Was passiert mit den Motorsport-Teams, sollte der geplante EU-Austritt des Vereinigten Königreichs am 29. März hart - also ohne weitere Abkommen mit der EU - erfolgen? Mit diesem Thema sollten sich alle Rennställe auf der Insel genau beschäftigen und dürften nicht die Augen davor verschließen, warnt David Richards, der Chef der britischen Motorsport-Behörde und Vorsitzender von Prodrive.

Das Vereinigte Königreich soll in gut sechs Wochen aus der Europäischen Union austreten, doch noch immer gibt es große Fragezeichen. Aktuell sind etwa keine Handels- oder Zollabkommen mit den Mitgliedsstaaten ausgehandelt, was die Reise durch eben jene Länder für die Teams aus Großbritannien erschwert. Neun von zehn Rennen der Formel 1 im Zeitraum von Mitte Mai bis Anfang September finden auf EU-Boden statt.

Einige Teams wie Mercedes und Renault haben ihre Sorgen bereits geäußert, doch Richards sorgt sich nun, dass sich nicht alle Rennställe mit dem Thema auseinandergesetzt haben: "Einige haben eine starke Position bezogen und meine Sorgen geteilt, und andere wollen - vielleicht aus internen Gründen - keine Wellen darum schlagen. Man hofft, dass sie einen Notfallplan haben.“

"Andere wiederum könnten den Kopf noch im Sand davor verstecken", fürchtet er und warnt vor dieser Haltung. Richards größte Sorge ist, dass Teams dann Probleme bekommen, wenn sie Materialien oder Personal über EU-Grenzen transportieren möchten.

Doch er bietet auch seine Hilfe an: Motorsport UK will alles Mögliche tun, um möglichst glatte Vorgänge zu garantieren, und wenn nötig auch mit den Regierungen in Kontakt treten. "Wir müssen die Daumen drücken, dass die Angelegenheit von unseren Politikern noch gelöst wird", sagt er. "Ich bin sicher, dass wir mit der Zeit alles lösen können, doch der Übergang in den ersten Monaten wird schwierig werden."

"Wir sollten besser anfangen dafür zu planen, denn wenn es in diese Richtung geht, dann wird es für jedes Team eine sehr große logistische Aufgabe, aus diesem Land heraus und in dieses Land hinein zu operieren", so Richards.

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