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Formel 1: News

FIA-Weltrat beschließt weitere Details

Die FIA hat neue Lieferanten für die Formel-1-WM bestimmt, verbietet das Abdecken der Autos und klärt, wann ein Rennen vorbei ist.

Autor: Christian Nimmervoll

Der FIA-Motorsportweltrat (WMSC) tagte am Mittwochabend zum letzten Mal im Jahr 2019, und weil mit den Regeln für 2021 die größte Kuh schon vor dieser Woche vom Eis gebracht wurde, konnten sich die 26 Mitglieder des Rats mit anderen Fragen beschäftigen. Etwa jenen der neuen Standardlieferanten für die Formel 1.

Die FIA hatte für 2021 einige Komponenten standardisiert und diese ausgeschrieben. In Paris wurde jetzt entschieden: BBS wird den Formel-1-Teams die Felgen liefern, Bosch die Hochdruck-Benzinpumpe und Benzinleitungen, und Magneti Marelli die sogenannte Primer-Benzinpumpe.

Für die drei Zulieferer bedeutet der Formel-1-Deal ein gutes Geschäft, denn die Teams müssen ihnen besagte Komponenten ab 2021 zu festgelegten Preisen abkaufen. Man darf davon ausgehen, dass dabei attraktive Gewinnmargen festgelegt werden.

Weitere Entscheidungen des Weltrats betrafen nur das Feintuning des Reglements. So wurden rund um die Kontrolle von Benzinproben einige Formulierungen präzisiert, um Schlupflöcher zu stopfen. Und sowohl im Sportlichen wie auch im Technischen Reglement wurden kleinere Details angepasst.

Rückgängig gemacht hat die FIA die vor der Saison 2019 getroffene Entscheidung, dass das offizielle Zielsignal eines Rennens nicht mehr die schwarz-weiß karierte Flagge ist, sondern ein elektronisches Signal am Display der Fahrer. Ab 2020 ist die Zielflagge wieder das einzige verbindliche Signal für das Rennende. Wird sie geschwenkt, ist der Grand Prix vorbei.

Grund für die ursprüngliche Regeländerung war eine Panne beim Grand Prix von Kanada 2018, als das Model Winnie Harlow die Zielflagge um eine Runde zu früh geschwenkt hatte. Also beschlossen die FIA-Verantwortlichen, die Zielflagge aus traditionellen Gründen weiter zu schwenken; verbindlich war 2019 aber die Display-Anzeige im Cockpit.

2019 gab es dann mit der neuen Regelung eine Panne beim Grand Prix von Japan, als wegen eines elektronischen Fehlers das System um eine Runde zu früh anschlug und das Rennende signalisierte. Das Rennen wurde nach 52 statt 53 Runden gewertet. Offenbar Grund genug, um wieder zur klassischen Zielflagge zurückzukehren.

Darüber hinaus hat der Weltrat, bekanntlich die letzte und damit verbindliche Instanz im Regelgebungsprozess der Formel 1, abgesegnet, dass die Teams ihre Autos während der Wintertests künftig nicht mehr verdecken dürfen. So sollen die Tests sowohl für Fans als auch für Medienvertreter und Fotografen interessanter werden.

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