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Keine Reifentests am Freitag

Keine Reifentests am Freitag

Pirelli wird keine komplett neuen Reifen mehr während einer Formel-1-Trainingssession ausprobieren: Austin 2019 als totaler Reinfall...

Foto: LAT

Pirelli hat seine Lehren aus dem missglückten Experiment in Austin gezogen und wird in Zukunft keine komplett neuen Reifen mehr an einem Formel-1-Wochenende testen lassen. Der Hersteller hatte allen Teams am Freitag in den USA die neuen Konstruktionen für 2020 gegeben, im Anschluss daran aber vernichtendes Feedback für die Pneus erhalten.

Die Fahrer hatten sich an einem außergewöhnlich kalten Tag unzufrieden mit den Reifen gezeigt, die weniger Grip liefern sollten als die Gummis von 2019. Zwar fiel das Feedback beim Test in Abu Dhabi besser aus, dennoch votierten die Teams dafür, den neuen Reifen für 2020 nicht einzuführen und stattdessen beim bewährten Material zu bleiben.

Laut Pirelli-Manager Mario Isola könne man sich vorstellen, in Zukunft weiter neue Mischungen im Training zu testen, "aber wenn wir einen komplett neuen Reifen testen müssen, dann ist das vermutlich der falsche Weg", so der Italiener.

Grund hierfür sei der straffe Zeitplan, den die Teams im Training haben. Die Teams müssten nämlich immer einen Kompromiss finden: Einerseits müssen sie sich auf den anstehenden Event vorbereiten, auf der anderen Testarbeit für Pirelli verrichten.

"Wenn sie auf ihr Rennwochenende fokussiert sind, dann müssen sie das Auto für das Wochenende einstellen, und manchmal testen sie auch neue Teile. Zudem entwickelt sich die Strecke immer weiter. Wenn wir also einen Vergleich vom neuen Reifen zum Ausgangspunkt haben wollen, ist das zu viel für drei Stunden Training", sagt Isola. Für einen echten Reifentest seien die Bedingungen daher wenig geeignet.

Darum bleibt Pirelli in Zukunft lieber bei speziellen Reifentests, bei denen man den kompletten Tag zur Verfügung hat. "Das Auto ist da, sie können das Auto einstellen, wir können echte Vergleiche machen: Longruns, Shortruns, verschiedene Bedingungen, Sturz, Drücke, andere Dinge", so Isola. "So können wir eine richtige Bewertung vornehmen."

© Motorsport-Total.com

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