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Ecclestone: Briatore wäre besserer Teamchef als Binotto
Foto: XPB

Ecclestone: Briatore wäre besserer Teamchef als Binotto

Geht's nach Bernie Ecclestone, so wäre Flavio Briatore der deutlich bessere Teamchef für Ferrari, auch Sebastian Vettel bekommt sein Fett weg vom Ex-F1-Zampano.

Seit nunmehr sechs Jahren in Folge findet Ferrari kein Heilmittel für die Formel-1-Dominanz von Mercedes. Mit der Ankunft von Sebastian Vettel, letzter Weltmeister in einem anderen Auto als dem Silberpfeil, wollte man wieder nach dem Titel greifen. Doch mehr als der Vizetitel 2017/18 war nicht drin.

Ob technische und strategische Unzulänglichkeiten oder teaminterne Querelen, allzu oft stand sich Ferrari selbst im Weg. Eine Teilschuld dafür sieht Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bei Teamchef Mattia Binotto, der Anfang 2019 auf Maurizio Arrivabene folgte und mit dem man wieder in die Erfolgsspur biegen wollte.

Aus Ecclestones Sicht ist er kein guter Führer. "Nein, er ist ein Ingenieur", sagt der 89-Jährige im Interview mit der britischen 'Daily Mail'. "Sie brauchen jemanden, der den Leuten verständlich macht, dass, wenn man etwas sagt, es auch passiert. Nicht vielleicht. Ohne Diskussion." Und er wüsste da auch jemanden.

Ecclestone: "Vettel hat miesen Job gemacht"

"Ich hätte Flavio Briatore dazu gebracht, Ferrari zu leiten. Flavio hätte das getan, was er immer mit Benetton und Renault gemacht hat: Er hätte die besten Leute von anderen Teams gestohlen. Das Problem ist nur, dass Flavio die Leute am Ende hätte glauben lassen, Ferrari gehöre ihm", analysiert Ecclestone.

Bis heute ist der ehemalige Formel-1-Vorstand eng mit Ferrari-Pilot Vettel befreundet. Was dessen Performance in der vergangenen Saison angeht, lässt er jedoch kein gutes Haar an dem Deutschen: "Er hat einen miesen Job gemacht und ich habe ihm das gesagt. Er ist dort gelandet, wo er es verdient hat."

Der Ferrari-Pilot wurde WM-Fünfter und war damit so schlecht wie seit 2014 nicht mehr. Doch Ecclestone räumt ein, dass es Vettel im Team nicht leicht hatte: "Ferrari bevorzugte Leclerc zu 100 Prozent. Sie verlieben sich in den einen Fahrer und es ist schwer für den anderen. Gegen Sebastian ist eine Menge passiert."

Ferrari setzt ganz klar auf Charles Leclerc

In dem Zusammenhang erinnert der Ex-Formel-1-Boss an die Strafe von Kanada, die Vettel den sicher geglaubten Sieg über Mercedes-Konkurrent Lewis Hamilton kostete. "Das hat Sebastian verärgert", weiß Ecclestone. "Er war der Meinung, Ferrari hätte sich mehr für ihn einsetzen müssen. Er hat Recht".

Von Charles Leclerc, bis 2024 fix bei Ferrari, erwartet der 89-Jährige in Zukunft nicht viel Neues. "Ich glaube, wir haben das Beste von ihm gesehen. Er hat sich gut geschlagen und wird dies auch weiterhin tun, aber ich denke nicht, dass wir etwas Spektakuläres sehen werden", blickt Ecclestone nüchtern voraus.

© Motorsport-Total.com

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