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Engine-Freeze-Abstimmung am Montag Honda-Manager Masashi Yamamoto im Gespräch mit Helmut Marko
Motorsport Images

Abstimmung über Zukunft von Red Bull: Entscheidung am Montag?

Nächste Woche fällt eine richtungsweisende Entscheidung: Elektronisch soll über den "Engine-Freeze" und damit die Red-Bull-Zukunft abgestimmt werden

In der kommenden Woche soll über die Zukunft von Red Bull entschieden werden: Wie Fachportale übereinstimmend berichten, wird die FIA per elektronischem Votum über den vom Topteam initiierten Vorschlag des "Engine-Freeze" abstimmen. Wenn die Teams dagegen stimmen, werde Red Bull sein Formel-1-Engagement "drastisch überdenken", betont Helmut Marko.

An den 2. Oktober 2020 wird sich Red Bull noch lange zurückerinnern. Es war jener Tag, an dem Honda offiziell den Ausstieg aus der Formel 1 bekannt gegeben hat. Mittlerweile ist das letzte Jahr der Partnerschaft zwischen dem Topteam und dem Motorenhersteller angebrochen.

Wie wird es mit Red Bull nach dem 31. Dezember weitergehen? Das Team beharrt auf einem Vorschlag, der im Vorjahr für viel Aufsehen gesorgt hat: dem "Engine-Freeze". Ab 2022 soll die Entwicklung der aktuellen Power Units eingefroren werden.

Red Bull könnte unter diesen Umständen die Honda-Motoren auf eigene Faust weiterbetreiben. Der Haken: Alle anderen Teams müssen dem Vorschlag zustimmen. Zunächst legten sich Ferrari und Renault quer, nach einigen Diskussionen lenkten beide schließlich ein.

Im exklusiven Interview mit 'Motorsport-Total.com' zum Jahreswechsel meinte Marko: "Da hoffen wir noch in diesem Jahr auf einen entsprechenden Entscheid." Dazu kam es zwar nicht mehr vor dem Jahreswechsel, wie 'RaceFans.net' und 'auto motor und sport' berichten, könnte aber schon kommenden Montag abgestimmt werden.

Konkret muss in der Formel-1-Kommission eine einfache Mehrheit erreicht werden. Was passiert, sollte dies nicht der Fall sein? Red Bull pocht auf der Einfrierung der Entwicklung, weil nur auf diesem Weg das Honda-Projekt realisiert werden kann.

"Wir warten auf die Entscheidung der FIA. Da sollte nächste Woche eine entsprechende Klarstellung erfolgen." Zwischen Red Bull und Honda scheint Einigkeit zu herrschen. "Alle sind in den Startlöchern", erklärt der Grazer. Die Japaner seien bereit, das geistige Eigentum an das Team zu verkaufen.

"Aber es gibt erst ein okay, wenn wir schriftlich einen Nachweis von der FIA haben, dass der Entwicklungsstopp auf der Motorenseite kommt", betont er gegenüber 'auto motor und sport'. Er appelliert an die anderen Hersteller, für den "Engine-Freeze" zu stimmen - es wäre eine "Vernunft-Entscheidung", so Marko.

Dabei betont er auch, dass es keine "Lex Red Bull" sei, sondern im Sinne aller Hersteller. "Dieser Motor war leider ein derartiger Kostentreiber. Jetzt da noch weiter zu investieren, hat keinen Sinn." Sollte die Entscheidung nicht im Sinne des Teams aus Milton Keynes ausfallen, was passiert dann?

Red Bull habe keinen Plan B in der Schublade. "Das würde bedeuten, dass Red Bull seine Formel 1-Situation drastisch überdenken muss", meint Marko. Unter dem aktuellen Reglement müsste dann jener Hersteller einspringen, der die wenigsten Teams beliefert, das wäre in diesem Fall Renault.

Motorsport-Total.com

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