1000 Miglia Warm Up Austria 2026 | 14.09.2026
Ein voller Erfolg
Herzschlagfinale beim 1000 Miglia Warm Up Austria 2026: John Houtkamp bleibt ungeschlagen und sichert sich damit einen Startplatz bei der 100. Austragung der 1000 Miglia im Mai 2027.
Im dritten Jahr hat sich das 1000 Miglia Warm Up Austria endgültig etabliert. Viele Teilnehmer waren bereits zum zweiten oder dritten Mal ins SalzburgerLand gekommen, um 1000-Miglia-Flair in den Alpen zu erleben. Teilnehmer aus den USA, Japan und vielen europäischen Ländern unterstrichen die Vielfalt nicht nur bei den Fahrzeugen, sondern auch bei den teilnehmenden Fahrern. Nach drei Tagen – ausgehend von Bad Gastein, vorbei an den Kärntner Seen, durch den Nationalpark Hohe Tauern, über den Großglockner, erstmals nach Kitzbühel, mit einem Coffee Break am Schloss Hellbrunn und dem Zieleinlauf am bestens besuchten Kajetanerplatz in der UNESCO-Weltkulturerbe-Altstadt von Salzburg – war es Zeit, die Gewinner des Regularity-Bewerbs zu ehren.
An der Spitze der Gesamtwertung setzten sich die Duelle der ersten langen Etappe von Freitag auch am Samstag fort – eine Verschiebung der Positionen blieb jedoch aus. Damit gelang John Houtkamp bei der dritten Austragung des 1000 Miglia Warm Up Austria der sensationelle dritte Erfolg. Der erfahrene Pilot war wie schon 2025 gemeinsam mit seinem Sohn Rutger in einem Alfa Romeo 6C Zagato aus dem Jahr 1929 am Start. Auf den letzten Sektoren übernahm Rutger dann auch das Steuer. Warum nur so kurz? John antwortet: „Als Beifahrer ist mir immer unwohl.“ Wer meint, das Siegen werde für Houtkamp zur Gewohnheit, der irrt. Die beiden sympathischen Niederländer freuten sich von ganzem Herzen und feierten gemeinsam mit zahlreichen weiteren Teilnehmern aus den Benelux-Staaten. Von Ludovico Goffi, International Event Specialist der 1000 Miglia, erhielten sie auch den begehrten Umschlag mit dem garantierten Startplatz für die Jubiläumsausgabe der 1000 Miglia im kommenden Jahr.
Der Vorsprung auf die Zweitplatzierten war so gering wie nie zuvor: Sebastian Busi und Fabio Bicelli im Fiat 1500, Baujahr 1936, fehlten lediglich 63 Strafpunkte auf die Houtkamps. John lobte seine jungen Konkurrenten: „Das ist die Zukunft unseres Sports. Im nächsten Jahr werden wir es nicht mehr so leicht haben.“ Nachwuchstalent Sebastian Busi ließ ausrichten: „Wir kommen wieder, dann holen wir uns den Sieg.“ Auf Rang drei beendeten Mirko Busi und Matteo Ortalda im Jaguar XK 120 aus dem Jahr 1954 die Wertung des 1000 Miglia Warm Up Austria 2026.
In mehreren Subwertungen wurden weitere schöne Glastrophäen und Sachpreise von stolzen Sponsoren wie Chopard, Afterlabel und Lefay überreicht. Das beste Damenteam kam aus Österreich. Erneut waren es Nora Edberg und ihre Copilotin Bettina Heresch im Austin Healey 3000 (Baujahr 1958), die bei der großen Gala im Hangar-7 von Red Bull den Applaus des Publikums genossen.
Für eine kleine Überraschung sorgten Simone Carreri und Flavia Farina im Fiat 124 Spider CS 1600 aus dem Jahr 1974. Sie erzielten in den Durchschnittsprüfungen die wenigsten Strafpunkte und ließen damit auch alle Favoriten hinter sich. Eigens ausgezeichnet wurde außerdem das beste Team mit einem Fahrzeug aus der Post-1000-Miglia-Ära ab dem Baujahr 1958: Stefano Traverso und Nunzia Imbriaco waren in dieser Wertung mit ihrem Alfa Romeo GT Junior aus dem Jahr 1971 nicht zu schlagen.
Wie von Fabrizio Macario am Vortag angekündigt, fiel die Entscheidung in der 1000 Miglia Warm Up Austria Afterlabel Challenge für moderne GTs und Supersportwagen erst auf den letzten Metern in Richtung der Festspielstadt Salzburg. Gianluigi Smussi und sein Sohn Federico retteten einen Vorsprung von lediglich sechs Strafpunkten ins Ziel. Die Strategie, mit dem ungewöhnlichen MG TF aus dem Jahr 2004 die österreichischen Straßen in Angriff zu nehmen, war goldrichtig. Fabrizio Macario und Giovanna di Costanzo waren mit ihrem Ferrari 488 Pista aus dem Jahr 2019 dennoch nicht enttäuscht – sie gewannen immerhin die Sonderwertung der Durchschnittsprüfungen. Auf Rang drei der Afterlabel Challenge folgten Rudy Zucca und Giuseppe Ducoli im Porsche 911 GT3 RS – vor Gala-Dinner-Sponsor und Teilnehmer Markus Gamper in einem weiteren Porsche 911.
Gianluigi und Federico Smussi entschieden außerdem die allererste Giovanni-Franzoni-Trophy für sich, die im Ziel des legendären Hahnenkamm-Skirennens von Kitzbühel unter der Patronanz des Abfahrtssiegers ausgetragen wurde.
Das Fazit von Angelika Colombini-Maier, Organisatorin des 1000 Miglia Warm Up Austria, fällt wie folgt aus: „Das 1000 Miglia Warm Up ist aus Österreich nicht mehr wegzudenken. Wir sind eine große Familie geworden, die sich einmal im Jahr trifft und mehrere Tage lang die Schönheit dieses Landes ‚erfährt‘ und dabei ihre Leidenschaft mit Gleichgesinnten teilt. Ein großer Dank gilt wie immer den Teilnehmern, aber natürlich genauso allen Partnern, meinem Co-Organisator Paolo Zanni und der 1000 Miglia in Italien, die uns ihr Vertrauen schenkt.“












