ZWEIRAD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Harley-Davidson Fat Boy Special - im Test

I'll be back!

20 Jahre Harley Davidson Fat Boy sind Grund genug ein ultracooles Jubiläumsmodell - nicht nur für Terminatoren - auf den Markt zu bringen.

mid/wa

Hier geht's zu den Bildern

Der Terminator machte vor 20 Jahren eine ultracoole Figur auf der Fat Boy, die seitdem als eines der bekanntesten Milwaukee-Eisen gilt. Zum Jubiläum präsentiert die Traditionsmarke nun ein Sondermodell.

Die "Fat Boy Special" verzichtet dabei im Gegensatz zum Arbeitsgerät des Terminators auf massiven Chromschmuck. Statt dessen dominieren schwarze Oberflächen die bei 23.995 Euro startende Maschine.

Das düstere Image steht dem "fetten Jungen" gut zu Gesicht: Das Sondermodell interpretiert die Idee des massiven Custom-Motorrads modern, ohne dass man den besonderen Charme der Fat Boy deshalb verkennen würde.

Zuweilen genügen hierfür Änderungen im Detail - wie beim "Mini Beach"-Lenker. Ein Teil der Züge wurde im Inneren des Edelstahlrohrs versteckt, was für eine aufgeräumtere Optik sorgt. Dass der Lenker etwas schmaler als der Standardlenker der Fat Boy ausfällt, merkt man hingegen kaum.

Deutlich auffälliger sind die halbmondförmigen Trittbretter oder die Leichtmetall-Gussscheibenräder. Die 17-Zöller sind jeweils mit schwarzer Mitte und polierten Felgenringen ausgeführt: Der vordere 140er Reifen und der hintere Pneu in 200er Breite geben dem US-Eisen die nötige optische Wucht.

Der schnörkellos geführte doppelte Shotgun-Auspuff mit Schalldämpfern in Chrom wirkt hingegen geradezu zierlich - zum Glück jedoch geriet der Sound nicht gar zu mau.

Zum Antrieb: Der 1 585 ccm große V2-Motor leistet 56 kW/76 PS bei 5 450 Touren, während das maximale Drehmoment von 125 Nm bei 3 500 Umdrehungen anliegt. Das ist mehr als genug für den coolen Auftritt, der auch von der Optik des starr im Rahmen verschraubten Twins profitiert.

Eine Ausgleichswelle hält die Vibrationen in Grenzen, während die elektronische Einspritzung für erfreuliche Verbrauchswerte sorgt. Dank eines Schnitts von 5,5 Litern Superbenzin auf 100 Kilometer sind mit dem leider nicht abschließbaren 19,7-Liter-Tank Reichweiten von 350 Kilometern drin. Für ein immerhin 330 Kiloramm wiegendes Motorrad ist das wirklich nicht übel.

Zu dem ordentlichen Verbrauch trägt unter anderem das Sechsganggetriebe bei, dessen letzter Gang vornehmlich dem Highway zugedacht ist: Innerorts geforderte 50 km/h werden meist im fünften oder gar vierten Gang realisiert.

Als Gegenleistung verwöhnt das auch bei anderen Modellen verbaute und via Schaltwippe bediente Getriebe mit drehzahlschonendem Gleiten jenseits des Ortsschilds. Das gediegene Cruisen ist die ganz große Stärke der Fat Boy:

Sattes Gleiten in einer Höhe von 68 Zentimetern über dem Asphalt kann die wahre Freude sein. Wer jedoch wilde Fahrmanöver schätzt, der wird auf dieser Harley ungeachtet des soliden Fahrwerks nicht glücklich werden. Auch eine Sonderausgabe macht aus dem Urgroßvater aller Cruiser eben noch kein Sportbike.

Wer sich jedoch auf den nachdrücklichen Stil des kompromisslos gezeichneten US-Bikes einlässt, der wird rasch die Vorteile dieses Motorrads erkennen, das gleichsam über den Dingen zu schweben scheint. Hektik sollen die anderen machen.

Die Fat Boy will gerade in ihrem Editionskleid einfach nur gesehen werden. Und das geht nun mal am einfachsten, wenn man nicht durchs Bild rast. Das hat schon der Terminator erkannt: In den wirklich coolen Filmszenen spielt Tempo nur selten eine Rolle. Insofern hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten zum Glück nichts verändert.

Teststeno Fat Boy Special:

Cruiser mit luftgekühltem V2-Motor, zwei Ventile pro Zylinder, 1.585 ccm Hubraum, Leistung 56 kW/76 PS bei 5 450 U/min, max. Drehmoment 125 Nm bei 3.500 U/min, elektronische Einspritzung, Sechsganggetriebe mit Schaltwippe, Sitzhöhe 68 cm, Tankinhalt 19,7 Liter, Leergewicht 330 kg, Zuladung 196 kg, Höchstgeschwindigkeit 185 km/h, Verbrauch 5,5 l/100 km Superbenzin; Preis: ab 23.995 Euro.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Piaggio-Präsident und -CEO verstorben

Trauer um Roberto Colaninno

Roberto Colaninno, Präsident und CEO der Piaggio Group, gehörte zu den einflussreichsten Unternehmerpersönlichkeiten Italiens. Er wurde am 16. August 1943 in Mantua geboren und starb am 19. August 2023, nur drei Tage nach seinem 80. Geburtstag. Sein bewegtes Leben endete zu einer Zeit, an dem sich der Wert „seiner" an der Börse in Mailand notierten Piaggio Aktie auf höchstem Niveau konsolidiert hatte.

Mattes Schwarz trifft auf glänzendes Gold

Neue Editionen und Farben für Honda X-ADV und Forza 750

Zwei neue Special Edition-Versionen gibt es mit dem neuen Modelljahr für den X-ADV, dazu gibt es neue Farben und der Forza 750 ist nun auch in der neuen Farbe Candy Chromosphere Red erhältlich.

Misano wird zur Partyzone

Aprilia Allstars 2023: Vorschau

Aprilia ruft und alle kommen. Am 27. Mai wird die Rennstrecke von Misano zum Schauplatz der "Aprilia All Stars 2023", wofür der Veranstalter nicht nur die Präsenz der MotoGP- und Offroad-Piloten der Marke, sowie zahlreiche Shows und Testride-Möglichkeiten, sondern auch eine große Überraschung für den Corso beinhalten soll.

Sébastien Loeb X Tank Machine

Indian ‘FTR Loeb’ enthüllt

Es sollte ein Projekt sein, mit dem Sébastien Loebs neun Rallye-Weltmeisterschaften und seine Leidenschaft für Motorräder gleichermaßen gefeiert werden. Nun ist das Ergebnis, die "FTR Loeb" enthüllt worden. Und das Beste: Ihr könnt sie gewinnen!

Alter Stil, kombiniert mit modernen Elementen

Grobe Überarbeitung für die Vespa GTV 300

Ohne die typischen Design-Elemente aufzugeben, zeigt sich die Vespa GTV 300 nun moderner denn je. Dafür sorgen neben der neuen Karosserie auch echte High Tech-Features.

Willhaben hat zum Saisonstart erhoben, wie es um den Zweirad-Markt so bestellt ist. Das Ergebnis: Bei den Suchanfragen "gewinnt" KTM vor Yamaha und Honda, wobei das Angebot insgesamt um 12 Prozent höher ist als im Vorjahr.