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Peugeot Belville 125 Allure - im Test Peugeot Belville 125 Allure 2018

Komfortzone

Mit dem Belville 125 Allure hat Peugeot einen komfortablen Großrad-Roller im Angebot, der viel Stauraum bei kompakter Größe bietet. Im Test.

Mirkos Stepan/mid

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Wer mit eingefleischten Motorradfahrern über Motorroller spricht, wird oft mit einem etwas abfälligen Naserümpfen bedacht. Zu klein, zu wenig Leistung, und vor allem nicht cool genug bekommt der Rollerfahrer dann zu hören.

Am Leistungsdefizit gegenüber ausgewachsenen Motorrädern gibt es bei einem 125er Scooter nichts zu rütteln. Den Peugeot Belville macht das SmartMotion 125-Aggregat mobil, ein flüssigkeitsgekühlter 1-Zylinder-4-Takt-Motor, der 8,3 kW/11,3 PS leistet. Das reicht für eine Spitzengeschwindigkeit von 95 km/h - genug, um im dichten Berufsverkehr gut mitzuschwimmen und bei der Wochenendausfahrt mit ausreichendem Aktionsradius Strecke zu machen.

Denn die 285 Kilometer Reichweite sind keineswegs nur theoretischer Natur. Peugeot hat das Gesamtpaket so komfortabel auf die Räder gestellt, dass längere Strecken auf dem Belville 125 Allure gar kein Problem sind. Dank großer Räder - 16 Zoll vorne und 14 Zoll hinten - erinnert der Scooter beim Fahren eher an ein kleinmotoriges Motorrad. Der Motor ist agil und lässt beim Ampelstart keine Wünsche offen - ein Verkehrshindernis ist man mit dem Peugeot-Roller jedenfalls nicht.

Pluspunkte gibt es auch für den Stauraum. Neben dem obligatorischen Staufach unter der Sitzbank liefern die Franzosen das Zweirad serienmäßig mit einem farblich passenden Topcase aus, in das ein weiterer Integralhelm, Regenkleidung, Notebook und sonstige Utensilien passen, die der moderne Rollerfahrer mit sich rumschleppt.

Praktisch: Die Box lässt sich mit dem Zündschlüssel öffnen. Nachteil: Der 130 Kilo leichte Roller ist etwas empfindlicher bei Seitenwind. Das ist der größeren Angriffsfläche geschuldet, aber dennoch gut beherrschbar.

Beim Thema Sicherheit lässt sich Peugeot nicht lumpen und bietet alles, was im Alltagseinsatz sinnvoll ist. Neben einer Voll-LED-Beleuchtung inklusive der Blinker ist auch ABS an Bord, das am Vorderrad eingreift. Zwei Scheibenbremsen verzögern den Belville problemlos.

Gewöhnungsbedürftig ist lediglich das recht laute Blinker-Warngeräusch - es soll dafür sorgen, dass der Fahrer nicht vergisst, den Blinker zu deaktivieren, ist aber vor allem in der Stadt etwas nervig - und es schmälert den Coolness-Faktor, der dem Kleinen mit dem gefälligen Design ansonsten nicht abzusprechen ist. Vor allem an der Tankstelle kann man "ausgewachsenen Bikern" und Autofahrern sowieso mit dem 125er die lange Nase zeigen. Rund drei Liter Verbrauch bei Fahrten im Stadtverkehr, über Land und mit einem kurzen Zwischensprint auf der Autobahn lassen sich schwer unterbieten. Und Stop-and-Go gibt's für Belville-Piloten auch nur in der Theorie.

Motorroller mit flüssigkeitsgekühltem 1-Zylinder-Viertakt-Motor SmartMotion 125, Hubraum: 125 ccm, max. Leistung: 8,3 kW/11,3 PS bei 8.000 U/min, max. Drehmoment: 10,7 Nm bei 6.500 U/min, stufenloses Automatikgetriebe, Riemenantrieb, vorn hydraulische Teleskopgabel (30mm), hinten hydraulisches Federbein, doppelt (einstellbar in 3 Positionen), Bremse vorn 260-Millimeter-Bremsscheibe mit ABS, Bremse hinten: 220-Millimeter-Bremsscheibe, Reifen vorn/hinten: 110/70-16/110/80-14, Sitzhöhe: 790 mm, Tankinhalt: 7,5 l, Leergewicht (fahrfertig): 133 kg, Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h, Kraftstoffverbrauch: 2,5 l/100 km, Reichweite: 285 km, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 2.055/725/1.165/1.355 mm.
Preis: ab 2.949 Euro (Österreich und Deutschland).

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