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Das Profil eines Champions: Richard Burns

Der Mann, der England den 1. Titel schenkt

Gladiator, so nennt sich der Lieblingsfilm von Richard Burns. Seit Sonntag ein autobiografischer Titel – der 30-Jährige ist Rallye-Weltmeister.

SportWoche

Endlich am Ziel. Nach zwei Vizeweltmeistertiteln und 76 WM-Rallyes behielt er die Nerven. Der eiskalte, manchmal arrogant wirkende Engländer liebt auch die stillen Töne: „Manchmal wenn ich so davonfahre, denke ich bei mir, wie sehr sich mein Leben in den letzten 5 Jahren verändert hat. Und was für ein unglaublich glücklicher Mensch ich eigentlich bin!“

Die klassische PS-Karriere. Der Frühstarter gab schon im zarten Alter von 12 Jahren im Triumph 2000 seines Vaters Gas. Mit 15 meldete ihn der Vater bei einer privaten Rallyeschule in Wales an. Schon damals waren sich die Experten einig: „Ein Riesentalent – der muss einfach eine Profikarriere einschlagen!“ Und so kam es auch. 1989 stach er dem britischen Rallye-Guru David Williams ins Auge, der in der Folge zu seinem größten Förderer und wichtigsten Berater wurde. Was mit dem Kauf eines Peugeot 205 begann, erreichte 1993 seinen ersten großen Höhepunkt. Da avancierte Burns, der gemeinsam mit Alister McRae bei Prodrive Subaru fuhr, zum jüngsten Gewinner in der Geschichte der englischen Rallye-Meisterschaft.

Dann begann seine Lehrzeit in der Rallye-Weltklasse, die in unter anderem zu Mitsubishi (an der Seite des großen Lehrmeisters Tommi Mäkinen) und zur Asian-Pazifik-Meisterschaft führte. 1999 war es dann soweit.

Zurück bei Subaru glänzte er in seiner ersten vollen WM-Saison gleich mit drei WM-Siegen. Österreichs Subaru-Star Achim Mörtl: „In Wahrheit ist er das Produkt der genialen Förderung durch Prodrive.“ Jetzt am Höhepunkt wandert der Engländer zu Peugeot ab. Dort kommt es zum Duell mit Marcus Grönholm.

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