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Coulthard fordert volle Unterstützung

David Coulthard hat wieder einmal Michael Schumacher den Kampf angesagt - und fordert für den Titelfight von McLaren-Mercedes volle Rückendeckung...

Michael Trawniczek

"Ich brauche das Team hinter mir!"

Als es für Mika Hakkinen und McLaren-Mercedes in den Jahren 1998 und 1999 um den Titel ging, wurde von David Coulthard so manches Opfer abverlangt. Erst im letzten Jahr gelang es Coulthard, aus dem Schatten seines finnischen Teamkollegen zu treten.

Die Saison 2002 könnte nun Coulthard's große Chance sein. Hakkinen pausiert, an der Seite des Schotten fährt heuer Kimi Raikkonen. Der Jungstar übernimmt nach einem sensationellen Debut-Jahr bei Sauber Hakkinen's Cockpit.

Coulthard, im letzten Jahr klar distanzierter Vizemeister, will heuer endlich die WM-Krone holen. Dafür fordert er von seinem Team McLaren-Mercedes nun jene Unterstützung, welche in den Jahren zuvor Hakkinen zuteil wurde.

Im Rahmen der "Autosport International Show" sagte der Schotte: "Ich denke, dass Mika von Ron Dennis und anderen Schlüsselpersonen des Teams immer eine Menge Unterstützung erhalten hat. Das hat er auch verdient, denn er war ein fantastisch schneller Rennfahrer. Aber auch ich brauche das Team hinter mir, denn Michael hat das gesamte Ferrari-Team rund um sich aufgebaut."

Coulthard betonte, man brauche als Formel 1-Pilot auch das richtige Umfeld und das Wissen, im entscheidenden Moment die nötige Unterstützung zu erhalten: "Wenn du dich nicht wohl fühlst, bringst du auch keine gute Performance."

Unwohl fühlt sich der "fliegende Schotte", wenn er in den Medien ungerechtfertigte Kritik über seine Person lesen muss: "Manchmal ist es schon sehr ärgerlich, wenn ich Kommentare über mich entdecke, die den Eindruck hinterlassen, ich könne nicht mal die Nase vom Heck eines Autos unterscheiden. Wenn ich nicht fahren könnte, wäre ich nicht in der Formel 1."

Der 30jährige hat in den letzten Jahren immer vor Saisonbeginn angekündigt, er sei nun reif für den WM-Titel, um dann an Hakkinen oder Schumacher zu scheitern. Doch Coulthard lässt sich nicht aus dem Konzept bringen: "Nur weil ich in der Vergangenheit den WM-Titel nicht gewinnen konnte, heißt das nicht, dass ich es nicht in der Zukunft tun kann. Michael ist sehr, sehr gut - aber auch ich bin ein guter Rennfahrer."

"Ich konnte in der Vergangenheit einige große Siege erringen und in der Zukunft werden's einige mehr sein." Worüber der Schotte nicht spricht: Sollte Jungpilot Raikkonen in seiner ersten McLaren-Saison schneller als Coulthard sein, wären dessen Tage als Silberpfeil-Pilot wohl gezählt...

(c) Formel1.at/haymarket

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