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ÖTC: Salzburgring

Glück im Unglück

Fehlende Fahrwerksteile machten das Wochenende für Sascha Plöderl nicht gerade zum Vergnügen, mit den Plätzen vier und fünf muss man zufrieden sein.

Sascha Plöderl vom oö. IPZ-Racing-Team hatte bei den ÖTC-Rennen Nr. 3 und 4 am Wochenende auf dem Salzburgring wenig Chancen, um den Sieg mitzufighten : „Wiewohl die Konkurrenz bereits mit den allerneuesten Fahrwerk-Tuning-Kits unterwegs war, mussten wir noch völlig seriennah fahren. Da verliert man auf dem Salzburgring durch die schnellen Kurven, vor allem jedoch auf den langen Geraden pro Runde mindestens ca. 1,5 Sekunden ! Bei 15 Runden ist das eine Ewigkeit !“

Schuld an der Situation war Plöderls vormaliger technischer Einsatzleiter, der sich zwar vertraglich verpflichtet hatte, Plöderl mit technischen Neuteilen ebenso rasch zu versorgen, wie sich selbst (und auch hierfür bereits entlohnt wurde), verfügte aber am Salzburgring jedoch erstaunlicherweise bereits als einziger Honda-Civic-Pilot über neueste Fahrwerksteile.

“Auf Regen folgt Sonnenschein“, diese alte Weisheit war am Salzburgring in zweifacher Weise zur Anwendung zu bringen : Denn am Samstag gab’s Sonnenschein und trockene Piste. Am Sonntag dann Salzburger Schnürlregen und eine Piste, die teilweise unter Wasser stand (wie Fotos beweisen).

Andererseits war Sascha Plöderl am Samstag „noch bei der Post dabei“, am Sonntag jedoch auf der Piste chancenlos. Sascha Plöderls Platzierungen vom Samstag und Sonntag waren so gesehen noch ein Glück im Unglück, denn mit Rang 4 und 5 war der Honda-Pilot aus Grieskirchen noch in Reichweite zu erwünschten Stockerlplätzen.

Im Samstag-Rennen war der IPZ-Honda-Pilot sogar kurze Zeit auf Rang zwei gelegen, kam jedoch beim Anbremsen vor der Schikane auf einen Ölfleck (aus einem Crash im Vorrennen) und rutschte in den „Ausgang“. Fazit Rang 5, später noch Rang 4 bis ins Ziel.

Im Sonntag-Rennen hatte man hoch gepokert. Und verloren : Da es bis 13.00 Uhr staubtrocken blieb und der Start für 13.40 Uhr programmiert war, beließ man es bei einem „Trockenfahrwerk“. Das rächte sich, weil es gegen 13.30 Uhr zu regnen begann. So musste sogar das zuvor gestartete Formel-3-Rennen wegen des Salzburger Schnürlregens für eine halbe Stunde unterbrochen werden, um den Teams die Möglichkeit zu geben, auf Regenreifen umzurüsten. Zu wenig Zeit für das IPZ-Racing-Team unter der neuen technischen Einsatzleitung von „Aquila Automotive“ unter dem Oberösterreicher Stefan Krinninger vom Trocken- zum Regen-Fahrwerk des Honda Civic Type R umzurüsten.

Bei Regen „schwamm“ dann der IPZ-Honda durch die Kurven. Rang 5 gab es schließlich nur deswegen, weil bei der üblichen technischen OSK-Kontrolle nach dem Rennen der vorerst drittplazierte Schachinger (OÖ) mit dem BMW Diesel wegen unerlaubtem Sturz disqualifiziert wurde. Bei Plöderls Honda war alles regelkonform!

In 2 Wochen folgen – vor der zweimonatigen Motorsport-Sommerpause – die Rennen 5 und 6 im tschechischen Bünn (Masaryk-Ring). Plöderls Lieblings-Rennstrecke übrigens, auf der er im Vorjahr erstmals poleposition im Training gefahren ist und auch im Rennen führte, bevor er wegen „Stromausfall“ (Stromkabel wurde locker) ausfiel.

Plöderl : „In 2 Wochen sind wir mit unserem IPZ-Daxl-Honda dann auch endlich wettbewerbsfähig, weil wir dann auch all’ jene Teile im Fahrwerk integriert haben, die unsere Konkurrenz bereits hat !“

In der Meisterschaft liegt Sascha Plöderl derzeit relativ weit zurück : Mit 16 Punkten ist er Sechster im ÖTC-Ranking. Auf Leader Niel fehlen 31 Punkte auf seinen Hauptkonkurrenten Hoffmann 13,5 Punkte.

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