MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Bridgestone für Barcelona gewappnet

Der japanische Reifenhersteller reist mit zwei unterschiedlichen Reifenspezifikationen zum Grand Prix von Spanien, um für sämtliche Bedingungen gerüstet zu sein.

Eva Braunrath

1.600 Reifen für Barcelona

Wenn am kommenden Sonntag der Grand Prix von Spanien in Szene geht, möchte Bridgestone gerne wieder einen seiner Partner am obersten Podest stehen sehen. Für den Ferrari-Piloten Michael Schumacher stehen die Chancen recht gut, nach Interlagos und Imola das dritte Rennen in Folge auf den japanischen Pneus zu gewinnen.

Die Vorbereitungen auf den Circuit de Catalunya liefen in der vergangenen Woche auf Hochtouren. Bridgestone testete die Reifenkandidaten für Barcelona parallel auf zwei Strecken: in Mugello kümmerte sich Ferrari-Testpilot Luca Badoer um den Feinschliff für das bevorstehende Rennen, in Silverstone waren die Bridgestone-Teams von Jordan, BAR, Arrows und Sauber unterwegs.

Bevor Hiroshi Yasukawa, Motorsportdirektor von Bridgestone, einen Ausblick auf den Spanien-Grand Prix wagt, lässt er noch einmal die phänomenale Performance seiner Reifen in Imola Revue passieren. "Es hat uns sehr gefreut, in Imola gleich zwei unserer Autos auf dem Siegespodest zu sehen, nicht zuletzt deshalb, weil unser Präsident Shigeo Watanabe vor Ort anwesend war. Und auch die tolle Regen-Performance im Freitagstraining hat das ganze Team ermutigt."

Nachdem es für die Japaner im letzten Jahr in Imola nicht ganz so gut gelaufen war, hatte man sich für heuer intensiver auf den Kurs vorbereitet. "In der letzten Saison war leider kein Bridgestone-Auto im Grand Prix von San Marino siegreich", so Yasukawa weiter. "Deshalb haben wir entschieden, heuer früher mit den Tests zu beginnen. Unser Motto lautet, dass wir aus allen unseren Performances möglichst viel lernen wollen und ich glaube, das Resultat von Imola ist der Beweis dafür, dass uns das gelungen ist. Nun hoffen wir, dass wir unsere Siegesserie in Barcelona fortsetzen können."

Der Aufwand, den Bridgestone dafür betreibt, ist enorm. Die Japaner haben ganze 1.600 Reifen im Gepäck für Spanien, darunter einen gänzlich neuen Trockenreifen sowie einen, der bereits auf dem Circuit de Catalunya getestet worden ist. Hisao Suganuma, Technikmanager von Bridgestone, erklärt, worauf es bei der Reifenwahl am Wochenende ankommen wird.

"Die Unterschiede zwischen den beiden Pneus für Barcelona sind zwar nicht enorm, aber sie verfügen beide über gewisse Vorteile, je nach den Bedingungen, die wir dort vorfinden werden. Der Reifen, den wir schon in Barcelona getestet haben, hat sich als sehr beständig erwiesen, während die andere Spezifikation zusätzlich über extra Stabilität verfügt. Es wird von den Temperaturen am Wochenende abhängen, für welchen Typ wir uns entscheiden, aber egal ob es heiß oder kalt wird – ich bin zuversichtlich, dass wir ganz vorne mit dabei sein werden."

Auch auf die Frage, warum den Reifen speziell in Barcelona große Bedeutung zukommt, hat Suganuma eine Antwort: "Einerseits verlangen die langen High-Speed-Kurven den Reifen alles ab, andererseits hat die raue Piste eine hohe Abnützung zur Folge. Deshalb braucht es für Barcelona einen Reifen, der sowohl von der Mischung als auch von der Konstruktion her den hohen Anforderungen gewachsen ist."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Esteban Ocon fährt nicht

Ryo Hirakawa übernimmt Haas-Cockpit!

Fahrerwechsel bei Haas: Esteban Ocon wird nicht fahren, Ersatzpilot Ryo Hirakawa übernimmt beim Großen Preis von Mexiko - Kommt es zur vorzeitigen Trennung?

Was sich jetzt ändern soll

FIA eröffnet neue F1-Kommandozentrale

Kann künstliche Intelligenz für einheitlichere Entscheidungen in der Formel 1 sorgen? Die FIA setzt auf ein neues Kontrollzentrum mit moderner Technik

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch

Porsche-Bekenntnis & McLaren-Gerüchte

Was macht Thomas Preining 2027?

Der Porsche-Werksvertrag von Thomas Preining läuft mit Saisonende aus: Wie er und sein bisheriger Arbeitgeber die Zukunft sehen und was es mit McLaren auf sich hat

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht"

Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

Marco Wittmann fühlt sich um seine DTM-Titelchance gebracht und ärgert sich über die BoP: Hätte man den BMW nach dem Samstag besser einstufen müssen?