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Mosley: keine Panik auf der Titanic...

Der FIA-Präsident befürchtet nach der Pleite der Kirch-Gruppe - ihres Zeichens SLEC-Mehrheitseigentümerin - keinerlei negative Auswirkungen auf die Formel 1...

Bernhard Eder

"Die Sache hat keine direkte Auswirkung auf uns!"

Die Anfang der Woche zur Gewissheit gewordene Pleite der Kirch-Gruppe betrifft indirekt auch die Formel 1: immerhin hält Kirch - zusammen mit EM.TV - drei Viertel der Anteile an der F1-Vermarktungsgesellschaft SLEC. FIA-Präsident Max Mosley sieht dennoch keine gröberen Probleme auf die Formel 1 zukommen.

"Irgend jemand wird die TV-Rechte der Formel 1 vermarkten", so Mosley im Interview mit den "Salzburger Nachrichten". "Derzeit ist durch ein Abkommen der Anteilseigner ja Bernie Ecclestone beauftragt. Für die FIA ist das Interesse an den Vorgängen akademisch."

"Wir haben das über 100 Jahre abgeschlossene Abkommen mit SLEC, in dem Restriktionen für den Verkaufsfall festgeschrieben sind. Wenn die Sache weiter so geführt wird wie derzeit, hat es keine direkte Auswirkung auf uns. Außerdem haben wir dem Verkauf der Anteile ja zugestimmt und daraus auch ziemlich viel Geld erlöst."

Mosley ist also guter Dinge, dass in der Formel in den nächsten Jahren alles in gewohnten Bahnen anbläuft - auch die Gefahr einer Aufsplitterung der F1 ab 2008 in zwei Konkurrenzserien stuft Mosley als relativ gering ein:

"Ich halte das nicht für wahrscheinlich. Jeder muss bedenken: Die Summe von zwei Parallel-Meisterschaften wäre nicht so viel wert wie eine Serie, was man auch in den USA mit Indy Racing League und CART sieht."

"Selbst wenn sich alle auf ihre Seite schlügen, wäre die Absplitterung nicht im Interesse der Hersteller. Es wäre nicht dasselbe wie eine traditionelle Meisterschaft. Ich denke, dass der Druck für beide Seiten, ein Übereinkommen zu erreichen, so groß ist, dass dieses auch erzielt wird."

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