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Sven Heidfeld fährt für Team Mücke

Mit der Verpflichtung Sven Heidfelds - Bruder des Formel 1 Piloten Nick - erhofft sich das Team Mücke einen Schritt in Richtung F3-Titel.

Dieter Mathis / PolePosition

Das Team Mücke Motorsport aus Berlin-Altglienicke hat schon zu Beginn des neuen Jahres den Meistertitel in der Internationalen Deutschen Formel-3-Meisterschaft fest im Visier. Das verdeutlicht nicht zuletzt die Verpflichtung von Sven Heidfeld (23), der das zweite Formel-3-Cockpit des für den ADAC Berlin-Brandenburg fahrenden Teams neben dem Vorjahresfünften und „Nachwuchsfahrer des Jahres 2001", Markus Winkelhock (21) aus Stuttgart, besetzen wird.

„Das ist eine erfolgversprechende Kombination für uns, um mit um den Meistertitel zu kämpfen", sagte Teamchef Peter Mücke (55) am Montag (14.01.). Zugleich zeichnet sich hier eine Partnerschaft ab, die es wahrlich in sich hat, denn der Formel-3-Einsatz des Mönchengladbachers wird von Schumann Reisen aus Thüringen ermöglicht: Ostdeutschlands größter Reiseveranstalter - Sven Heidfeld, jüngerer Bruder des erfolgreichen Formel-1-Piloten Nick Heidfeld - Ostdeutschlands erfolgreichstes Motorsport-Team.

„Mit der Mannschaft um Peter Mücke haben wir unser Wunschteam gefunden", sagte Thomas Schumann, Gründer und Chef von Schumann Reisen, der seine Freizeit schon seit Jahren regelmäßig auf den Rennstrecken verbringt. Sven Heidfeld begann 1983 seine Motorsportkarriere im Moto-Cross, ehe er 1987 ins Kart wechselte und dort von 1988 bis 1990 jeweils Clubmeister des Kart-Clubs Kerpen-Mannheim wurde. 1991 wurde er Cup-Sieger Nordrhein-Westfalens, 1993 und 1994 nahm er an Europa- und Weltmeisterschaften teil und fuhr ein Jahr später einige Siege in der Deutschen Kartmeisterschaft ein. 1997 hat er den ersten Platz im Deutschen Formel-Renault-Cup (1800 ccm - 5 Siege in 8 Rennen) belegt und ist ein Jahr später in der 2000-ccm-Klasse angetreten. 1999 debütierte Sven Heidfeld in der Internationalen Deutschen Formel-3-Meisterschaft mit Gesamtrang elf; ein Jahr später wurde der Hobby-Golfer Neunter. Im Jahr 2001 belegte er in der Formel Chrysler Euro Series Gesamtrang drei.

„Ich möchte in der kommenden Saison in der Formel 3 ganz vorn mit dabei sein und in einigen Jahren in der der Formel 1 fahren", sagte Sven Heidfeld, der sich beim Testen im Mücke-Team sehr wohl gefühlt hat. „Es herrscht ein sehr gutes Klima, das Team ist sehr erfolgreich und das gesamte Paket inklusive meines Sponsors Schumann-Reisen stimmt."

Teamchef Peter Mücke kennt Sven Heidfeld schon länger, denn der Mönchengladbacher stieg zusammen mit Stefan Mücke 1999 in die Formel 3 ein und lieferte sich auch im Jahr darauf mit dem Berliner (Deutscher Vize-Meister 2001) so manches heißes Duell. „Ich habe Sven schon einige Zeit beobachtet. Er hat dann Ende 2001 bei uns getestet. Ich glaube, er hat das Zeug dazu, ganz vorn mit dabei zu sein. Mit Markus und ihm haben wir wieder eine sehr gute Paarung", so Mücke Senior, der selbst unter anderem dreimal Auto-Cross-Europameister war und auch in der Youngtimertrophy der Tourenwagen im vergangenen Jahr etliche Siege eingefahren hat.

Neben den beiden Formel-3-Fahrzeugen wird das Team auch zwei Autos in der Formel BMW ADAC Meisterschaft 2002 einsetzen. Dafür wurden im November 2001 Thomas Holzer (16/Augsburg) - er ist der Sohn von Günther Holzer, dem Chef des Opel Teams Holzer aus den Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) - und Maximilian Götz (15/Ochsenfurt) verpflichtet.

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